Erstmals in der Geschichte hat der DAX die Marke von 25.000 Punkten erklimmen können. Der heutige Sprung über die 25.000-Punkte-Marke ist ein deutliches Signal dafür, dass das heimische Börsenbarometer trotz globaler Unsicherheiten bemerkenswerte Stärke zeigt. Offensichtlich beginnt das Börsenjahr saisonal bedingt mit frischem Kapital und mehr als einer Prise Optimismus auf eine wirtschaftliche Erholung, welche den heutigen Sprung zusätzlich gestützt haben dürften.
Hoffnung auf stabilere Ölpreise - Geopolitische Beine im Konflikt zwischen USA und Venezuela fallen kürzer aus als gedacht
Die Hoffnung auf stabilere oder sinkende Ölpreise dürften das Momentum befeuert haben. Zudem fallen die geopolitischen Beine im Konflikt zwischen den USA und Venezuela offensichtlich kürzer aus als gedacht, was den Risikoappetit auf Anteilsscheine befeuert.
Von dem Rekordstand sollten sich Anleger allerdings nicht blenden lassen. Insbesondere die Unsicherheit über geopolitische Krisenherde rund um den Globus schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Investoren.
Im Fokus der Anleger stehen neben den jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und Venezuela vor allem die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche am Freitag erwartet werden. Nach dem Jahreswechsel dürften nun sukzessive verstärkt Händler auf das Parkett zurückkehren.
DAX
US-Angriff auf Venezuela verliert vorerst an Schrecken
Der Angriff der USA auf das Land Venezuela hat Anleger rund um den Globus und damit auch in Frankfurt am Main aufgeschreckt. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten die Vereinigten Staaten das Land mit den weltweit höchsten Ölvorkommen angegriffen und den Staatschef Nicolás Maduro in Gewahrsam genommen. Nun wurde publik, dass Donald Trump direkt in die Ölindustrie Venezuelas eingreifen wolle. So werde das südamerikanische Land den USA zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl liefern, so Trump. Kontrolliert sollen die Einnahmen durch den US-Präsidenten höchstpersönlich.
„Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird“.
ADP-Daten und „JOLTs“ könnten ersten Vorgeschmack auf NFPs abgeben
Am heutigen Nachmittag sind etwa noch Impulse durch die ADP-Beschäftigungsdaten (14:15 Uhr) und die „JOLTs“ (Jop Openings and Labor Turnover Survey) zu erwarten (16:00 Uhr), welche einen ersten Vorgeschmack auf die offiziellen Jobdaten abgeben könnten.
Ebenfalls um 16:00 Uhr gilt es den ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor zu beachten, welche Anleger nach konjunkturellen Hinweisen abklopfen sollten.
Ökonomen erwarten Eintrübung des Stellenaufbaus im Vergleich zum Vormonat – Arbeitslosenquote könnte aber sinken
Folgerichtig stehen am Freitag die sogenannten „Non-Farm Payrolls“ auf der Tagesagenda (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der US-Landwirtschaft in Summe von 55.000 Einheiten, nach insgesamt 64.000 Stellen im Vormonat. Für die separat ermittelte Arbeitslosenquote wird ein Wert von 4,5 Prozent erwartet (zuvor: 4,6 Prozent). Zu beachten ist auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne.
Vorläufige Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan runden die Handelswoche ab (16:00 Uhr).



