Neben der Zollthematik blicken Anleger in der laufenden Handelswoche insbesondere auf den Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank und dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht. Auch die geopolitischen Entwicklungen im Ukraine-Russland-Konflikt dürften weiterhin von Interesse sein. Anleger sollten auf Fortschritte bei möglichen Friedensgesprächen setzen.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Annäherungsversuche durch die Ukraine: Anleger hoffen auf Fortschritte bei Friedensgesprächen
Den Versuch einer Wiederannäherung durch den ukrainischen Staatschef Selenskyj nach dem Eklat im Weißen Haus hat Donald Trump offensichtlich begrüßt. Demnach habe Trump einen Brief Selenskyjs erhalten, in dem es heißt, dass die Ukraine zu Friedensverhandlungen bereit sei. „Ich weiß das zu schätzen“, so Trump.
Zudem sei die Ukraine bereit, das von den USA gewünschte Rohstoffabkommen zu unterzeichnen, hieß es weiter. Fortschritte bei den Friedensverhandlungen dürften Anleger tendenziell begrüßen.
ADP-Beschäftigungsdaten dürften erste Hinweise über NFPs abgeben – EZB am Donnerstag im Fokus
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es heute Nachmittag zunächst mit den ADP-Beschäftigungsdaten spannend werden (14:15 Uhr). Anleger erhoffen sich in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise über die am Freitag anstehende Veröffentlichung der NFPs.
Den ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe (16:00 Uhr) sollten Investoren ebenfalls im Auge behalten.
Der Donnerstag dürfte indes ganz im Zeichen der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen. Für 14:15 Uhr wird der Leitzinsentscheid erwartet. Ab 14:45 Uhr sollte EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor die Öffentlichkeit treten.
Auch am Freitag dürfte es zunächst mit einer geplanten Lagarde-Rede spannend werden (10:30 Uhr).
Um 11:00 Uhr folgen neue Daten zur Entwicklung des EU-Bruttoinlandsprodukts.
Ökonomen erwarten knappes Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft im Vergleich zum Januar
Für den Nachmittag (14:30 Uhr) ist die Publikation der US-Arbeitsmarktdaten geplant. Aktuellen Schätzungen zufolge könnten außerhalb der Landwirtschaft 160.000 neue Jobs geschaffen worden sein und damit etwas mehr als im Vormonat (143.000). Für die Arbeitslosenquote wird wie im Januar mit einer Quote von 4,0 Prozent gerechnet.
Sollte sich der Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft stärker entwickelt haben als gedacht, dürfte dies zulasten der allgemeinen Zinssenkungsfantasien gehen.
Bayer kämpft mit mauem Agrargeschäft – Weite DAX-Unternehmen am Donnerstag im Blick
Bereits am heutigen Mittwochmorgen präsentierte der Pharma- und Agrarkonzern Bayer einen Gewinnrückgang für das vergangene Quartal. Laut Angaben des Konzerns sank der operative Gewinn (Ebidta) im vierten Quartal 2024 um rund 22 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro. Wegen mauer Agrargeschäfte schrumpfte der Umsatz von Bayer im vergangenen Jahr um gut zwei Prozent auf 46,6 Milliarden Euro.
Dem Vorstandschef Bill Andersson zufolge sei das Jahr 2025 ein „zentrales Jahr“ für Bayer.
„Wir krempeln die Ärmel hoch und bringen die richtigen Maßnahmen voran, von denen unsere Kunden, das Unternehmen und seine Eigentümer in Zukunft profitieren", so Anderson.
Bayer

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Am Donnerstag berichten etwa die Deutsche Post und Zalando.




