Die erneuten Angriffe im Iran-Konflikt haben die Zuversicht auf eine rasche diplomatische Entspannung jäh gedämpft. Nach der vorläufigen Aussetzung der US-Angriffe kehrt die geopolitische Unsicherheit an die Finanzmärkte zurück. Die zuletzt aufgekeimte Hoffnung in Verhandlungen weicht wieder einer nüchternen Risikobetrachtung. Das diplomatische Tauziehen entwickelt sich zunehmend zu einem Drahtseilakt. Auf Signale der Deeskalation folgen neue militärische Zwischenfälle und mit ihnen neue Zweifel an einer nachhaltigen Beruhigung der Lage. Anleger balancieren damit weiter zwischen den geopolitischen Risiken im Nahen Osten, geldpolitischen Unwägbarkeiten und der anrollenden Bilanzsaison.
Das Wechselspiel zwischen militärischer Eskalation und diplomatischen Annäherungsversuchen schafft ein Spannungsfeld, das die Aussicht auf neue Rekordstände am deutschen Aktienmarkt vorerst in den Hintergrund rücken lässt.
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Iran-Krieg: Geopolitische Risiken nehmen nach Kampfpause wieder zu
Nach der jüngsten Kampfpause zwischen Washington und Teheran hat die US-amerikanische Armee von iranischen Raketenangriffen im Nahen Osten berichtet. „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen“, hieß es. Zudem wurden Ziele im Iran durch die USA und Saudi-Arabien angegriffen, hieß es weiter.
Fed könnte Leitzinsniveau unverändert lassen – Alle Augen auf Kevin Warsh
Im Fokus der Anleger steht heute Abend folgerichtig der Fed-Leitzinsentscheid (20:00 Uhr) und die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit dem Chef der US-Notenbank, Kevin Warsh. Anleger dürften besagte Rede für gewöhnlich nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Ob die Fed an den Zinsschrauben nach oben dreht, bleibt fraglich. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group rechnen 68,5 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 31,5 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
BIP-Wachstumsraten für Deutschland, Eurozone und USA im Fokus – US-Preisdaten könnten geldpolitische Impulse senden
Am Donnerstag stehen zudem erste Schätzungen zur BIP-Wachstumsrate für die Bundesrepublik Deutschland (10:00 Uhr) sowie für die Eurozone auf der Agenda (11:00 Uhr).
Vorläufige Inflationsdaten für die deutsche Seite dürften um 14:00 Uhr Beachtung finden.
Um 14:30 Uhr folgt die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben in den USA, welche Inflationssignale liefern dürften.
Zur gleichen Uhrzeit wird auch die BIP-Wachstumsrate für den US-amerikanischen Raum publik.
Berichtssaison nimmt hierzulande weiter an Fahrt auf
Auch in der laufenden Berichtssaison sollten Anleger weiterhin mögliche Impulsgeber im Auge behalten. Am heutigen Mittwoch stehen die Ergebnisse von Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008), BASF (ISIN: DE000BASF111) und Porsche (ISIN: DE000PAG9113) im Blick. Am Donnerstag berichten BMW (ISIN: DE0005190003), HeidelbergCement (ISIN: DE0006047004), Adidas (ISIN: DE000A1EWWW0), MTU Aero Engines (ISIN: DE000A0D9PT0) und Puma (ISIN: DE0006969603) sowie am Freitag Linde (ISIN: IE000S9YS762), Siemens Healthineers (ISIN: DE000SHL1006) und Covestro (ISIN: DE0006062144).



