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DAX Wochenausblick: Fed-Vertreter nähren US-Zinssenkungsfantasien – Konjunkturdaten im Fokus

Rund eineinhalb Wochen vor den Parlamentswahlen in Frankreich halten sich Anleger an den europäischen Aktienmärkten weiterhin zurück. Gedeckelt werden könnten größere Verluste allerdings durch die Rekordjagd an der Wall Street.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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19.06.2024, 08:25 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr
Ein geschäftiger Handelssaal mit Menschen, die an Computerstationen arbeiten, und großen elektronischen Börsentafeln, die über dem Kopf Daten anzeigen, darunter die neuesten Zahlen für den DAX-Wochenausblick.

Rund eineinhalb Wochen vor den Parlamentswahlen in Frankreich halten sich Anleger an den europäischen Aktienmärkten weiterhin zurück. Gedeckelt werden könnten größere Verluste allerdings durch die Rekordjagd an der Wall Street. Auch die Fragezeichen über die zukünftige US-Geldpolitik dürfte Investoren weiterhin umtreiben.

DAX 40

Quelle: Tradingview

EU-Kerninflation liegt bei 2,9 Prozent – ZEW-Index enttäuscht hierzulande

Nach einem vergleichsweise unspektakulären Wochenbeginn sahen sich Investoren am Dienstag zunächst mit neuen Inflationsdaten für die Eurozone konfrontiert. Wie erwartet lag die Kernrate der Teuerung finalen Daten zufolge bei 2,9 Prozent (per Jahresmonatsvergleich) und damit so hoch wie erwartet, allerdings etwas höher als im Monat zuvor (2,7 Prozent).

Der ZEW-Index für die Eurozone konnte mit 51,3 Punkten die im Vorfeld getätigten Prognosen (47,8 Punkte) deutlich übertreffen.

Dagegen enttäuschte das Pendant für die Bundesrepublik mit 47,5 Zählern, nachdem im Vorfeld insgesamt 50 Punkte prognostiziert wurden.

US-Einzelhandelsdaten schwächer als gedacht – Fed-Kommentare nähren Zinssenkungsfantasien

Auch die US-Einzelhandelsdaten entwickelten sich mit einem Plus von 0,1 Prozent im Monat Mai etwas schlechter als erwartet (0,2 Prozent). Besagter Sektor konnte jedoch im Vergleich zum Vormonat zumindest wieder anziehen (-0,2 Prozent).

Zudem mussten Anleger am Dienstagnachmittag zahlreiche Reden durch diverse Fed-Vertreter verarbeiten. So hatte John Williams, Chef der Federal Reserve Bank von New York, zwar kein genaues Datum für eine Zinssenkung genannt. Jedoch würden sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen, hieß es.

Bereits am Montag hatte sich Patrick Harker, Präsident der Philadelphia-Fed, geäußert. Demnach könnte die US-Notenbank ihren Leitzins in diesem Jahr einmal senken, wenn sich seine Konjunkturprognose bewahrheiten sollte. "Wenn alles so eintrifft wie prognostiziert, denke ich, dass eine Zinssenkung bis zum Jahresende angemessen wäre.“

Wall Street bleibt am Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen – Einkaufsmanager am Freitag im Blick

Am heutigen Mittwoch bleiben die Börsenpforten an der Wall Street wegen des Feiertages "Juneteenth" geschlossen, sodass Impulse aus den USA hierzulande am Nachmittag folgerichtig fehlen dürften. Auch aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders sollte es am Donnerstag mit neuen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr) sowie mit einer Rede durch Barkin von der Richmond-Fed (22:00 Uhr) wieder Impulse geben.

Der Freitag dürfte indes ganz im Zeichen der Veröffentlichung neuer Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks stehen.

Um 09:30 Uhr werden zunächst neue Daten für die Bundesrepublik Deutschland aus dem Hause HCOB für die Sektoren des verarbeitenden Gewerbes und Dienstleistung publik, für die Eurozone lediglich 30 Minuten später.

Am Nachmittag (15:45 Uhr) dürfte das Pendant von S&P Global bewegen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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