Geprägt sein dürften die kommenden Stunden und Tage weiterhin insbesondere durch die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten.
Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche zudem die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt.
DAX

DAX vorerst im Klammergriff geopolitischer Risiken – Anleger fürchten steigende Energiepreise
Der deutsche Leitindex dürfte sich weiterhin im Klammergriff geopolitischer Risiken befinden. Was lange als geopolitisches Hintergrundrauschen wahrgenommen wurde, wird jetzt als reales Marktrisiko eingepreist. Der Faktor Energie fungiert derzeit als neuralgischer Punkt. Die Sorgenfalten vor Lieferunterbrechungen und einer Ausweitung des Konflikts steht Investoren ins Gesicht geschrieben. Die Hoffnung, dass sich der Konflikt lokal begrenzen lässt und keine nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen hat, hat sich nicht bewahrheitet. Spätestens mit der wachsenden Sorge vor steigenden Energiepreisen ist die Wahrnehmung gekippt.
ADP-Beschäftigungsdaten und ISM-Einkaufsmanager für die USA im Blick
Einen ersten Vorgeschmack auf die Publikation der US-Arbeitsmarktdaten könnten heute Nachmittag die ADP-Beschäftigungsdaten abgeben (14:15 Uhr). Im weiteren Tagesverlauf steht etwa der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor auf der Agenda (16:00 Uhr).
Am letzten Handelstag der Woche rücken hierzulande neue Daten zum EU-Bruttoinlandsprodukt in den Blickpunkt (11:00 Uhr). Auch eine geplante Rede durch EZB-Präsidentin Christine Lagarde sollte zu diesem Zeitpunkt beachtet werden.
US-Jobdaten am Freitag erwartet: Ökonomen erwarten deutliche Eintrübung des Jobaufbaus gegenüber dem Januar
Die offiziellen US-Jobdaten könnten am Freitagnachmittag mit über Wohl und Wehe entscheiden (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten ein Stellenplus in Höhe von 60.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im Januar noch insgesamt 130.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Neben der Arbeitslosenquote sollte nicht zuletzt die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne beachtet werden. Für die Arbeitslosenquote wird ein Status quo von 4,3 Prozent erwartet (zuvor: 4,3 Prozent).
Auch die US-Einzelhandelsumsätze gilt es zur selben Uhrzeit zu beachten.
Von den geopolitischen Risiken im Nahostkonflikt könnten Anleger temporär durch die geopolitischen Entwicklungen abgelenkt werden. Hoffnungen auf eine Zinssenkung am 18. März und damit auf der nächsten Fed-Notenbanksitzung machen sich Investoren derzeit aber nicht. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools rechnen 2,7 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung und 97,3 Prozent mit einer Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.



