Der deutsche Leitindex befindet sich weiterhin Klammergriff des andauernden Zollstreits. Im Vorfeld einer erwarteten Rede durch US-Präsident Donald Trump halten sich Anleger mit Engagements zunächst zurück. Gleichzeitig dürfte sich die Aufmerksamkeit auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht richten, welcher am kommenden Freitag publik wird. Einen erst Vorgeschmack darüber könnte es bereits heute Nachmittag mit den ADP-Beschäftigungsdaten geben.
DAX
Quelle: TradingView
Einführung sogenannter „reziproker Zölle“ denkbar – Rezessionssorgen könnten zunehmen
Am heutigen Mittwochabend warten Anleger gespannt auf die Mitteilung neuer Entwicklungen im Zollstreit. Die Rede wird gegen 22:00 Uhr erwartet. Möglicherweise verkündet US-Präsident Donald Trump sogenannte reziproke Zölle. Seinen Angaben nach sollen die neuen Zollpläne „alle“ Länder betreffen. Medienberichten zufolge könne eine mögliche Einfuhrsteuer in Höhe von 20 Prozent auf den Großteil der Importe anfallen. "Sie werden sofort in Kraft treten", so Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Donald Trump nannte den heutigen Tag vorab als „Tag der Befreiung“.
Der US-Präsident könnte durch die Einführung der Zölle versuchen seine Wahlversprechen wie etwa Steuersenkungen zumindest partiell gegenzufinanzieren. Gleichzeitig dürften die Strafzölle als Druckmittel bei Verhandlungen mit anderen Ländern fungieren.
Somit könnte auch die Europäische Union getroffen werden. Angesichts der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen dürften Anleger tendenziell das Risiko meiden.
Chinesische Konjunkturdaten dürften wichtige Vorgaben liefern - ISM-PMI-Index für den Servicebereich am Donnerstag im Blick
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stehen zunächst chinesische Konjunkturdaten im Blick, welche wichtige Vorgaben für den Donnerstagshandel abgeben könnten. Publik wird der sogenannte Caixin-PMI-Index für den Dienstleistungssektor (03:45 Uhr). Am Donnerstag könnte es mit dem ISM-PMI-Index für den Servicebereich konjunkturelle Impulse geben (14:30 Uhr).
Non-Farm Payrolls könnten Schwächesignale aufweisen – Hoffen auf Zinssenkungssignale
Der Freitag dürfte ganz im Zeichen der Publikation der Non-Farm Payrolls (NFPs) stehen, welche für 14:30 Uhr erwartet werden. Aktuellen Schätzungen zufolge rechnen Fachleute mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 128.000 Einheiten, nach 151.000 neuen Stellen im Februar. Erwartet wird, dass in diesem Zusammenhang auch die Arbeitslosenquote von zuletzt 4,1 Prozent auf 4,2 Prozent anziehen könnte. Auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sollte beachtet werden.
Eine Rede durch Fed-Chef Jerome Powell rückt ab 17:25 Uhr abschließend in den Blickpunkt.



