Mit Hochspannung fiebern Anleger der heutigen Publikation frischer US-Inflationsdaten entgegen. Gleichzeitig könnte die Hoffnung auf einen Waffenstillstand im Ukraine-Russland-Konflikt die jüngsten Verluste deckeln. Nach wie vor schwebt die Zollpolitik Donald Trumps allerdings wie ein Damoklesschwert über den Märkten.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Donald Trump droht mit neuen Strafzöllen gegen Kanada – Neue Sorge vor Handelskonflikt
Trump hatte gestern Kanada mit einer Verdopplung der Strafzölle auf 50 Prozent gedroht. Ministerpräsident von Ontario, Doug Ford, hatte im Vorfeld einen Aufschlag auf Stromexporte an die USA angekündigt, welche wiederum ausgesetzt wurden. Die angekündigten Zölle von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium seien jedoch in Kraft getreten, hieß es.
Auch seitens der EU sollen von April an EU-Zölle auf US-amerikanische Importe wie etwa Whisky, Motorräder oder Boote anfallen. Die US-Zölle im Umfang von 25 Prozent würden laut der EU-Kommission Exporte der Europäischen Union in Summe von 26 Milliarden Euro betreffen, hieß es.
Hoffnung auf mögliche Waffenruhe im Ukraine-Russland-Konflikt
Ebenfalls für Gesprächsstoff dürfte die Aussicht auf eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Russland-Konflikt sorgen. Nach den Gesprächen in Saudi-Arabien zeigte sich der US-Präsident zudem erleichtert. "Hoffentlich wird Präsident Putin auch zustimmen“, so Trump vor dem Weißen Haus. Geplant sei etwa eine 30-tägige Waffenrufe. US-Außenminister Rubio hatte mit Vertretern der Ukraine verhandelt. Demnach habe die Ukraine der vorgeschlagenen Waffenruhe zugestimmt, hieß es.
US-Teuerungsdaten am Mittwochnachmittag im Fokus – Anleger setzen auf Rückgang des Preisdrucks
Für die Kernrate der Teuerung erwarten Ökonomen eine Rate von 3,2 Prozent (im Vergleich zum Vormonat), nach 3,3 Prozent im Januar. Besagte Daten werden nicht zuletzt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank angesehen.
Für die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel wird im gleichen Zeitraum mit einer Rate von 2,9 Prozent gerechnet (zuvor: 3,0 Prozent).
Ebenfalls im Fokus stehen am Donnerstag erneut mit den US-Erzeugerpreisen wichtige Inflationsdaten (13:30 Uhr).
Am kommenden Mittwoch kommt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zusammen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.
Deutsche Inflation am Freitag im Blick – Weitere DAX-Unternehmen präsentieren Zahlen
Die Handelswoche runden am Freitagnachmittag hierzulande die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland (08:00 Uhr) und frische Verbraucherstimmungsdaten (Reuters/Uni Michigan) in den USA um 15:00 Uhr ab.
Heute blicken Anleger auf die Zahlen von Porsche, Rheinmetall und Brenntag, am Donnerstag auf K+S und Hannover Rueck sowie am Freitag auf BMW.



