Die Anleger am deutschen Aktienmarkt klammern sich an die Hoffnung auf eine Feuerpause im Iran-Konflikt. Für Investoren wird es zunehmend schwerer, zwischen Signal und Lärm zu unterscheiden.
So soll die US-Regierung dem Iran einen 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe vorgelegt haben. Doch gleichzeitig würden die USA Berichten zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vorbereiten.
Punktuell könnte es immer wieder Impulse durch Konjunkturdaten als auch Reden durch Fed-Notenbanker geben.
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Hin und Her im Iran-Krieg – Unsicherheit dürfte trotz Hinweise auf mögliche Feuerpause bleiben
Die Entwicklungen im Nahostkonflikt bleiben weiterhin dynamisch. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Hoffnung auf eine mögliche Waffenruhe im Nahen Osten für deutlich Erleichterung gesorgt. Laut Angaben von Trump hieß es am Montag, dass die USA in den kommenden fünf Tagen keine iranischen Energienanlagen angreifen werden. Als Grund dafür wurden „sehr gute und konstruktive“ Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Kriegstreibens genannt. Im Gegenzug dementierte Teheran die Aussagen Trumps. So gebe es keinerlei direkte Kontakte zu Trump und auch nicht über Vermittler, hieß es.
Im Vorfeld hatte Trump den Iran aufgefordert, die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden vollständig zu öffnen. Ansonsten würden die USA iranische Kraftwerke angreifen und eliminieren. Nun soll die US-Regierung dem Iran einen 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe vorgelegt haben.
Überzeugung auf nachhaltige Einigung zwischen Washington und Teheran dürfte weiter fehlen
Nach wie vor könntes es aus Anlegersicht an echter Überzeugung fehlen, dass es zeitnah zu einem belastbaren Burgfrieden zwischen den Konfliktparteien kommen könnte. Die Märkte fürchten möglicherweise eine Fortsetzung des geopolitischen Katz- und Maus-Spiels, das jederzeit in eine neue Eskalationsrunde kippen könnte.
So droht der gefeierte Befreiungsschlag sich als klassisches Strohfeuer zu erweisen. Investoren dürften sich daher auch in den kommenden Tagen stark an politischen Schlagzeilen aus Washington und Teheran orientieren.
Wirtschaftsdatenkalender: Vereinzelt Impulse denkbar – GfK-Verbrauchervertrauen am Donnerstag im Blick
Der Wirtschaftsdatenkalender bleibt in dieser Woche vergleichsweise überschaubar. Dennoch gilt es punktuell immer wieder Daten im Auge zu behalten. Auf Interesse stoßen dürften auch verschiedene Reden durch Fed-Vertreter, welche geldpolitische Signale hervorbringen könnten.
Am Donnerstag steht etwa die Veröffentlichung des GfK-Konsumklimas auf der Agenda (08:00 Uhr).
Auf US-Seite rücken für gewöhnlich die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in den Blick (13:30 Uhr).
Geldpolitische Impulse durch einige Fed-Vertreter möglich
Eine Rede durch Fed-Direktorin Lisa Cook (21:00 Uhr) als auch Stephen Miran (Mitglied des Gouverneursrats der Fed/23:30 Uhr) sowie Fed-Vize Jeff Jefferson (00:00 Uhr) und Fed-Gouverneur Michael Barr (00:10 Uhr) sind am Donnerstag bzw. Freitag zu erwarten.
Im weiteren Tagesverlauf sprechen etwa Mary Daly (16:30 Uhr) von dem Notenbankableger aus San Francisco.
Für 15:00 Uhr wird der Verbraucherstimmungsindex (Uni Michigan) erwartet.
In den Reihen der Europäischen Zentralbank wird um 17:00 Uhr mit Isabel Schnabel gerechnet.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) als auch Europäische Zentralbank (EZB) hatten in der vergangenen ihr Leitzinsniveau jeweils unverändert belassen.



