Zwischen Unternehmensbilanzen und Weltpolitik ringt der Markt derzeit um eine klare Richtung. Die Lage im Nahen Osten bleibt der entscheidende Risikofaktor für die Märkte. Solange ein klarer Kompass fehlt, dürften die Börsen in ihrer Schaukelbewegung verharren und die Anleger zwischen Hoffen und Bangen halten.
Die Berichtssaison könnte den Märkten eine mögliche Verschnaufpause verschaffen. Doch solange geopolitische Risiken den Takt vorgeben, dürfte der Optimismus ein fragiler Begleiter bleiben. Im Blickpunkt stehen neben erneuten US-Preisdaten verschiedene Unternehmenszahlen aus den Vereinigten Staaten.
DAX

Seeblockade gegen iranische Häfen erneut in Kraft – USA mit weiteren Angriffen gegen iranische Ziele
Die unsichere Gemengelage im Iran-Konflikt dürfte Anleger weiterhin verstärkt umtreiben. So hat das US-Militär eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder eingeführt und abermals Ziele im Iran angegriffen. Die vierte Nacht in Folge haben die Vereinigten Staaten damit Luftangriffe geflogen. Nach einer vermeintlichen Ruhe im Nahen Osten müssen sich Marktteilnehmer wieder verstärkt mit geopolitischen Risiken auseinandersetzen.
US-Erzeugerpreise und Kevin Warsh könnten geldpolitische Impulse liefern
Am heutigen Nachmittag stehen die US-Erzeugerpreise im Blickpunkt der Anleger (14:30 Uhr), welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt.
Bereits am Dienstag waren die US-Inflationsdaten für den Monat Juni mit 3,5 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat) deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (3,8 Prozent), nach 4,2 Prozent im Mai. Besagte Entwicklung könnte zugunsten der schwelenden Zinssorgen gegangen sein.
Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen aktuell 83,4 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause auf der kommenden Sitzung am 29. Juli und 16,6 Prozent mit einer Zinserhöhung in Höhe eines Viertelprozentpunkts. Vor einer Woche hatten noch 31 Prozent mit einer entsprechenden Erhöhung des Zinsniveaus gerechnet.
Erneute Rede durch Fed-Chef Kevin Warsh vor US-Repräsentantenhaus erwartet
Wie am Dienstag steht zudem eine Rede durch den Fed-Chef Kevin Warsh vor dem US-Repräsentantenhaus auf der Agenda (16:00 Uhr).
Am Donnerstag rücken die Einzelhandelsumsätze für den US-amerikanischen Raum in den Blickpunkt (14:30 Uhr).
Den Freitag runden aus Sicht des Wirtschaftskalenders vorläufige Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) um 16:00 Uhr ab.
US-Berichtssaison nimmt an Fahrt auf – Impulse auch hierzulande denkbar
Mit Spannung blicken Anleger zudem auf weitere Unternehmenszahlen aus den Vereinigten Staaten, welche auch in Frankfurt am Main Gehör finden dürften.
Erwartet werden heute die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von BlackRock (ISIN: US09290D1019), Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) und Morgan Stanley (ISIN: US6174464486) sowie am Donnerstag von Netflix (ISIN: US64110L1061).



