Die Blicke der Anleger richten sich nun zunehmend auf das bevorstehende Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping. An den Märkten wächst die Hoffnung, dass Peking als geopolitischer Brückenbauer zwischen Washington und Teheran auftreten und damit zur Entspannung im Iran-Konflikt beitragen könnte.
Der DAX dürfte im Spannungsfeld aus Konjunktursorgen, Energiepreisen und geopolitischer Unsicherheit gefangen bleiben. Für den deutschen Markt reicht die "KI-Story" offensichtlich allein derzeit nicht aus, um geopolitische Risiken vollständig auszublenden.
Zu beachten gilt, dass trotz des regionalen Feiertags „Christi Himmelfahrt“ am Donnerstag die Börsenpforten in Frankfurt am Main geöffnet bleiben.
DAX
Trump-Xi-Treffen wird Schatten voraus – Anleger hoffen auf Entspannungssignale
Nach den zuletzt angespannten geopolitischen Entwicklungen suchen Marktteilnehmer verstärkt nach Signalen, die eine Stabilisierung der Lage im Nahen Osten unterstützen könnten. Das Treffen zwischen Trump und Xi dürfte aus Sicht der Börsen eine hohe symbolische Bedeutung besitzen, welches somit zusehends seine Schatten vorauswirft. Investoren hoffen darauf, dass China diplomatischen Einfluss geltend macht und eine weitere Eskalation im Nahostkonflikt verhindert, welcher nach wie vor als festgefahren gilt. Neben den handelspolitischen Beziehungen zwischen China und den USA könnte auch Taiwan ein Thema werden. Medienberichten zufolge soll Trump am Donnerstag und Freitag den chinesischen Staatsführer Xi in Peking treffen.
Ohnehin sollten Anleger die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin mit Argusaugen beobachten. Insbesondere die Straße von Hormus steht dabei im Blickpunkt, welche durch den Iran bzw. durch eine US-Seeblockade als de facto blockiert gilt. Die USA blockieren Schiffe, welche iranische Häfen ansteuern.
Erzeugerpreise und Einzelhandelsdaten heute und Donnerstag im Blick
Auch aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders könnte es in dieser Woche punktuell immer wieder potenzielle Impulse geben.
Im Fokus heute stehen die US-Erzeugerpreisdaten (14:30 Uhr), welche geldpolitische Signale jenseits des Atlantiks liefern könnten.
Hoffnungen auf zeitnahe Zinssenkungen machen sich Anleger allerdings derzeit keine. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ rechnen 97,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einer weiteren Zinspause am 17. Juni und lediglich 2,4 Prozent mit einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts.
Am Donnerstag rücken zudem die Einzelhandelsumsätze für die Vereinigten Staaten in den Blickpunkt (14:30 Uhr).
Berichtssaison als potenzieller Impulsgeber
Die laufende Berichtssaison gilt es weiterhin zu beachten. Neben den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Siemens (ISIN: DE0007236101) rücken heute die Ergebnisse von der Deutschen Telekom (ISIN: DE0005557508), der Allianz (ISIN: DE0008404005), E.ON (ISIN: DE000ENAG999), Merck (ISIN: DE0006599905), RWE (ISIN: DE0007037129) und Brenntag (ISIN: DE000A1DAHH0) in den Blickpunkt.




