Die Aussicht auf ein fulminantes Finanzpaket durch die Bundesregierung dürfte Anleger hierzulande weiter bei Laune halten. Die Aufmerksamkeit gilt es jedoch am heutigen Abend auf die zweite Fed-Notenbanksitzung im Jahr 2025 zu richten. Auch wenn mit keiner Änderung des Leitzinses gerechnet wird, könnte die anschließende Pressekonferenz mit Jerome Powell wichtige Impulse senden.
DAX 40
Quelle: TradingView
Bundestag beschließt Schuldenpaket für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz
Für Feierlaune am deutschen Aktienmarkt könnte weiterhin der jüngste Beschluss des Bundestages über ein milliardenschweres Schuldenpaket für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz sorgen. Am Dienstag wurde über ein eingebrachtes Schuldenpaket von Union und SPD entsprechend abgestimmt. Gleichzeitig wurde auch ein Sondervermögen für Infrastrukturausgaben im Umfang von 500 Milliarden Euro beschlossen.
Zollkonflikt als Unsicherheitsfaktor – Weitere Eskalation nicht ausgeschlossen
Der weiterhin scheinbar nicht enden wollende Zollkonflikt zwischen den USA und etwa der EU könnte sich weiter hochschaukeln. In der vergangenen Woche hatte Trump mit Strafzöllen beispielsweise auf Champagner und Wein in Höhe von 200 Prozent gedroht. Eine weitere Eskalation des Konflikts dürfte zulasten der allgemeinen Marktstimmung gehen.
„Fed-Watch-Tool“ signalisiert Zinspause – Anleger hoffen auf Zinssenkungssignale durch Powell
Ihren Fokus dürften Anleger am heutigen Abend auf den Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve um 19:00 Uhr und der anschließenden FOMC-Pressekonferenz legen (19:30 Uhr).
Weiterhin rechnet das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group mit einer Chance von 99 Prozent, dass es am heutigen Abend zu einer Zinspause kommt. Lediglich 1 Prozent beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt um 25 Basispunkte. Aktuell notiert das Zinsband bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
Weitere Wirtschaftsdaten am Donnerstag und Freitag voraus – Nachzügler in Berichtssaison im Blick
Auch wenn der Wirtschaftskalender in dieser Woche vergleichsweise überschaubar ausfällt, stehen am Donnerstag für gewöhnlich die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe im Blick (13:30 Uhr). Auch der Phily-Fed-Herstellungsindex könnte für Impulse sorgen.
Am Freitag richtet sich die Aufmerksamkeit auf eine geplante Rede durch John Williams von der New Yorker Fed-Notenbank (15:05 Uhr) und dem Verbrauchervertrauen für die Eurozone (17:00 Uhr).
In der laufenden Berichtssaison werden die Zahlen von RWE (ISIN: DE0007037129) am Donnerstag und am Freitag von Salzgitter (ISIN: DE0006202005) erwartet.



