Der deutsche Leitindex hat zur Wochenmitte die Marke von 25.000 Zählern zurückerobern können. Der Aufstieg signalisiert neue Risikobereitschaft unter Investoren. Der zuletzt dominierende Zollstreit befindet sich für den Augenblick aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern.
Statt geopolitischer Schlagzeilen und makroökonomischer Risiken wirft die anstehende Veröffentlichung der NVIDIA-Quartalszahlen ihre Schatten voraus. Anleger richten nun den Blick auf den KI-Taktgeber aus den USA.
Kurzfristig scheinen Investoren geopolitische Spannungen als auch makroökonomische Risiken auszublenden. Weder Handelskonflikte noch konjunkturelle Unsicherheiten bremsen aktuell die Kauflaune.
Nach Trumps Rede zur Lage der Nation: Keine größeren Bewegungen
Nach Trumps Rede zur Lage der Nation scheinen Anleger auch hierzulande zunächst aufzuatmen, da neue Zolldrohungen offensichtlich ausblieben. Der US-Präsident hatte die Erfolge seiner Regierung gelobt und seine Zollpolitik verteidigt. Details zur Ausgestaltung wurden allerdings nicht genannt.
Konflikt zwischen USA und Iran im Blick: Furcht vor militärischer Eskalation dürfte bleiben
Nicht vergessen sollten Anleger den weiterhin schwelenden Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die Vereinigten Staaten fordern eine Lösung im Atomstreit und wollen gleichzeitig das Auf für das iranische Atomprogramm. Eine militärische Eskalation könnte zulasten der Aktienmärkte gehen und auch den DAX in Mitleidenschaft ziehen. Möglicherweise könnten die Gespräche zwischen Washington und Teheran am Donnerstag in Genf weiter fortgeführt werden.
DAX

Fed-Vertreter weiterhin im Blick – US-Konjunkturdaten am Donnerstag voraus
Wie bereits am Montag und Dienstag stehen auch in den nächsten Stunden und Tagen Reden durch verschiedene Fed-Vertreter im Blick.
Erwartet wird heute etwa FOMC-Mitglied Thomas Barkin vom Notenbankableger aus Richmond (14:30 Uhr). Jeffrey Schmid (Kansas City) folgt um 17:00 und Alberto Musalem (St. Louis) um 19:20 Uhr.
Am Donnerstag gilt es neben den Erstanträgen für US-Arbeitslosenhilfe zur gleichen Uhrzeit die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Auge zu behalten (14:30 Uhr).
Michelle Bowman (stellvertretende Vorsitzende für Aufsicht) wird am Nachmittag um 16:00 Uhr erwartet.
Deutsche Inflationswerte und wichtige US-Preisdaten am Freitag im Fokus
Die vorläufigen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland sollten Anleger am Freitag um 14:00 Uhr beachten. Ökonomen erwarten einen Preisdruck im Vergleich zum Vorjahresmonat in Höhe von 2,0 Prozent (zuvor: 2,1 Prozent).
Als eines der Wochenhöhepunkte dürfte allerdings die Publikation der US-Erzeugerpreise fungieren (14:30 Uhr), welche wichtige geldpolitische Impulse liefern könnten.
Fachleute rechnen mit einem Plus gegenüber dem Vormonat von 0,3 Prozent (zuvor: 0,5 Prozent).
NVIDIA-Quartalszahlen werden heute nach US-Börsenschluss erwartet
Mit Hochspannung dürften Anleger auch in Frankfurt am Main auf die Ergebnisse des KI-Chipherstellers NVIDIA (ISIN: US67066G1040) blicken, welche für heute nach US-Börsenschluss erwartet werden.



