DAX-Anleger fiebern in der laufenden Handelswoche insbesondere dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag entgegen. Die Freude über Zinssenkungen dies- und jenseits des Atlantiks könnte jedoch durch neu entfachte geopolitische Risiken im Nahen Osten gedämpft werden. Trotz des Feiertags hierzulande bleiben in Frankfurt am Main am Donnerstag die Börsenpforten geöffnet.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Geopolitische Risiken erwischen Anleger auf dem falschen Fuß
Eine neue Eskalation im Nahostkonflikt hat die Börsen bereits am späten Dienstagabend weltweit belastet.
Wie lang die Beine geopolitischer Börsen ausfallen, bleibt abzuwarten. Anleger sollten sich auch in den kommenden Stunden und Tagen auf die Möglichkeit einer weiteren Eskalation einstellen.
ADP-Daten geben ersten Vorgeschmack auf US-Arbeitsmarktdaten ab – weitere US-Daten im Fokus
Spannend dürfte es am heutigen Nachmittag mit den sogenannten ADP-Daten werden (14:15 Uhr). Besagte Daten geben in der Regel eine erste Indikation im Hinblick auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht ab.
Weitere wichtige Impulse könnte es aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders am Donnerstag mit US-Daten geben. Für gewöhnlich dürften zunächst die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bewegen (14:30 Uhr).
Von noch größerer Bedeutung könnten die ISM-Daten für den Dienstleistungssektor werden (16:00 Uhr). Bereits am Dienstag hatte das Pendant für den verarbeitenden Sektor die Erwartungen verfehlt (47,5 Punkte vs. 47,2 Punkte).
Ökonomen erwarten leichtes Stellenplus gegenüber dem Vormonat – Weitere Zinssenkungssignale möglich
Als Wochenhöhepunkt dürfte am Freitag erwartungsgemäß die sogenannte Veröffentlichung der „Non-Farm Payrolls“ fungieren, welche um 14:30 Uhr publik werden. Wenn es nach Ökonomen geht, könnten in der größten Volkswirtschaft der Welt insgesamt 142.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden sein und damit etwas mehr als im Vormonat (140.000). Für die Arbeitslosenquote wird ein Status quo von 4,2 Prozent erwartet.
Spannend könnte auch der Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sein. Gegenüber dem Vormonat wird mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, nach 0,4 Prozent im August.
Sollte der Jobbericht enttäuschen, dürfte dies gleichzeitig die Zinssenkungsfantasien der Anleger weiter untermauern. Fed-Chef Jerome Powell hatte zu Beginn der Woche weitere Zinssenkungen in Summe von 50 Basispunkten für das laufende Jahr in Aussicht gestellt.




