Der DAX dürfte sich in den kommenden Tagen womöglich weiterhin auf Richtungssuche begeben. Für Auftrieb könnten jedoch die jüngsten Signale durch Fed-Chef Jerome Powell sorgen. Auch wenn am Donnerstag die Börsenpforten in den USA feiertagsbedingt geschlossen bleiben, sollte die Spannung vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag womöglich weiter zunehmen. Nicht zuletzt dürfte die Frankreich-Wahl weiterhin ihre Schatten vorauswerfen.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Unsicherheit über Ausgang der Frankreich-Wahl bleibt bestehen
Anleger hierzulande blicken auf einen verhältnismäßigen ruhigen Wochenstart zurück.
Vor allem vor der richtungsweisenden Frankreich-Wahl dürften sich Marktteilnehmer nicht aus der Reserve locken lassen. Zu groß bleibt die Unsicherheit über den Ausgang im zweiten Wahldurchgang. In der ersten Runde hatte die Partei „Rassemblement National“ triumphieren können.
Angetrieben durch eine taubenhafte Powell-Rhetorik könnte die Stimmung am deutschen Aktienmarkt jedoch wieder ins Positive umschlagen. Laut Powell seien die USA wieder auf einem „disinflationären Pfad.“ Allerdings warnte er am Dienstag davor, dass die Währungshüter mehr Daten benötigen würden, bevor eine Zinssenkung in Betracht gezogen werden könne.
Am heutigen Mittwoch dürften Anleger ihren Fokus insbesondere auf einige US-Daten richten.
ADP-Daten und Fed-Mitschriften Im Fokus – Wall Street bleibt am Donnerstag feiertagsbedingt geschlossen
So dürften um 14:15 Uhr für gewöhnlich die ADP-Daten eine erste Indikation auf den offiziellen US-Jobbericht abgeben. Erwartet wird neuesten Zahlen zufolge ein Plus von 160.000 Einheiten, nach 152.000 Stellen im Mai.
Große Beachtung sollten jedoch in erster Linie der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe (16:00 Uhr) sowie die „FOMC-Minutes“ um 20:00 Uhr finden. Die Fed-Mitschriften der jüngsten Notenbanksitzung gilt es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Feiertagsbedingt (Unabhängigkeitstag) bleiben die Wall Street und die Nasdaq am Donnerstag geschlossen. Auch hierzulande stehen bis auf die Monetary Accounts (13:30 Uhr) der EZB keine wirklich relevanten Impulsgeber auf der Tagesagenda. Die Berichte beinhalten die geldpolitischen Sitzungen des EZB-Rats, welche in der Regel alle sechs Wochen stattfinden.
Anleger hoffen auf Eintrübung des US-Arbeitsmarkts – Arbeitslosenquote dürfte bei 4,0 Prozent verweilen
Am Freitag dürften folgerichtig die Non-Farm Payrolls (NFPs) über Wohl und Wehe entscheiden (14:30 Uhr). Aktuell wird derzeit mit einem Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 190.000 Stellen gerechnet und folgerichtig mit einer deutlichen Eintrübung gegenüber dem Vormonat (272.000 Einheiten).
Erwartungsgemäß könnte die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 4,0 Prozent liegen.
Einen Rückgang des Wachstums der durchschnittlichen Stundenlöhne dürften Anleger begrüßen. Erwartet wird ein Plus von 0,3 Prozent, nach 0,4 Prozent im Mai.



