Neben den anstehenden Neuwahlen in Frankreich dürften Anleger ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung neuer US-Konjunkturdaten richten. Dabei könnten am Freitag insbesondere neue US-Preisdaten den entscheidenden Impuls liefern. Zudem sollten Anleger immer wieder Reden durch Fed-Vertreter im Auge behalten und nach geldpolitischen Signalen abklopfen.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Fed-Vertreterinnen zeigen sich vorsichtig in Bezug auf mögliche Zinssenkungen
Lisa Cook (Gouverneurin der US-Notenbank) sagte am Dienstag, dass die Fed den Leitzins senken werde, wenn die Wirtschaftsentwicklung ihren Erwartungen entspreche. Einen Zeitpunkt wollte sie jedoch nicht nennen.
„Unsere derzeitige Politik ist gut aufgestellt, um bei Bedarf auf jegliche Änderungen der Wirtschaftsaussichten zu reagieren“, sagte Cook in einer Rede vor einem Treffen des Economic Club of New York.
Bereits am Montag hatte ihre Kollegin Mary Daly von der Fed in San Francisco gesagt, dass die Fed bei ihrem Bestreben, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, „Vorsicht walten lassen“ solle.
ifo-Index und Gfk-Konsumklima schlechter als erwartet
Für einen Dämpfer hatten bereits am Mittwochmorgen neue Daten zum GfK-Konsumklimaindex gesorgt. Für den Juli rechnet das Institut mit einem Stand von minus 21,8 Zählern, nach revidierten minus 21 Punkten im Juni. Gerechnet wurde mit einem Wert von minus 18,9 Punkten, was dem fünften Anstieg in Folge entsprochen hätte.
Bereits am Dienstag war der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Juni mit 88,6 Zählern schwächer ausgefallen als erwartet (89,7 Punkte), nach 89,3 Zählern im Vormonat.
Zahlreiche US-Konjunkturdaten stehen am Donnerstag im Mittelpunkt
Am Donnerstag dürfte sich der Fokus der Marktakteure vor allem auf möglicherweise bedeutende US-Daten richten.
So werden um 14:30 Uhr neue Daten zu den Aufträgen langlebiger Güter, zum Bruttoinlandsprodukt und zu den wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe publik.
Die Bestellungen für langlebige Güter könnten im Mai per Monatsvergleich stagniert haben (0 Prozent), nach einem Plus von 0,7 Prozent im April.
Die US-Wirtschaftsleistung dürfte sich im ersten Quartal des Jahres gegenüber dem Vorquartal mit einem Plus von 1,3 Prozent auch weniger stark entwickelt haben als zuvor (3,4 Prozent).
US-Preisdaten dürften am Freitag über Wohl und Wehe entscheiden
Am Freitag blicken Anleger zunächst auf die Entwicklung der deutschen Einzelhandelsumsätze (08:00 Uhr) sowie auf neue Daten zum Arbeitsmarkt (09:55 Uhr).
Als Wochenhighlight dürfte jedoch der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben in den USA fungieren (PCE), welcher als bevorzugtes Maß für die Teuerung fungiert.
Die Woche runden neue Verbraucherstimmungsdaten (Michigan) um 16:00 Uhr sowie eine Rede durch Michelle Bowman (Gouverneurin) um 18:00 Uhr ab.



