In einer insgesamt fulminanten Handelswoche bleibt die Spannung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks weiter hoch. Ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus Rezessionssorgen und geopolitischen Risiken hatte Anleger rund um den Globus zu Wochenbeginn Reißaus nehmen lassen. Den Abwärtsdruck verstärkt haben dürften sogenannte „Carry Trades“. In einem weiterhin überschaubaren Wirtschaftsdatenkalender könnten Unternehmensdaten auf Interesse stoßen.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Rezessionssorgen, geopolitische Risiken und „Carry Trades“ sorgen für weltweite Börsenturbulenzen
Entfacht wurden die Rezessionssorgen insbesondere durch einen sonderbar schwachen US-Jobbericht vom vergangenen Freitag. Außerhalb der Landwirtschaft wurden in der größten Volkswirtschaft lediglich 114.000 neue Jobs geschaffen und damit deutlich weniger als von Ökonomen gedacht (175.000). Auch die US-Arbeitslosenquote kletterte in diesem Zusammenhang auf 4,3 Prozent, nach 4,1 Prozent im Juni. Trotz der Schwächesignale des Arbeitsmarkts und den damit verbundenen Zinssenkungsfantasien überwog offensichtlich die Sorge vor einer Konjunkturabkühlung.
Forciert wurde der Verkauf zugleich durch das Auflösen sogenannter „Carry Trades“. Anleger, welche sich in Japan zu einem günstigeren Zinssatz Liquidität besorgten und dies in höher verzinste Währungen investierten, sahen sich nach der überraschenden Zinserhöhung durch die Bank of Japan zusehends in der Bredouille.
Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nach US-Jobbericht im Blick
Ein besonderes Augenmerk dürften Anleger am Donnerstag auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen (14:30 Uhr). Nach den mauen Jobdaten (Non-Farm Payrolls) vom vergangenen Montag könnten besagte Daten wichtige Impulse liefern.
Die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland gilt es am Freitag um 08:00 Uhr nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. Ökonomen erwarten für den Monat Juli ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,2 Prozent im Juni.
Weitere Unternehmen präsentieren hierzulande ihre Quartalsergebnisse
Am Donnerstag legen die Deutsche Telekom, Munich RE, Siemens und die Allianz ihre Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals vor. Angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen könnte die Berichtssaison möglicherweise etwas in den Hintergrund rücken.



