Der Zollstreit und die damit im Zusammenhang stehenden Rezessionssorgen dürften Anleger weiterhin stark beschäftigen. Erwartet werden nun mögliche Gegenreaktionen durch die Eurozone auf die jüngsten US-Zölle. Gleichzeitig sollten Investoren wieder verstärkt die geldpolitischen Entwicklungen jenseits des Atlantiks im Auge behalten. Im Blick stehen neben den Fed-Mitschriften der jüngsten Notenbanksitzung die US-Inflationsdaten. Auch der Startschuss zur US-Berichtssaison dürfte am Freitag auf Interesse stoßen.
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Quelle: TradingView
Zölle treten gegen zahlreiche Länder in Kraft – Weitere Eskalation möglich
Ab heute greifen Zölle gegen zahlreiche Länder auf US-Importe, welche der US-Präsident vor einer Woche im Rosengarten des Weißen Hauses der Welt präsentiert hatte.
Trump machte zudem seine Drohung gegenüber China wahr und verhängte Zölle in Höhe von 104 Prozent gegen das Land, nachdem Peking die US-Zölle mit 34 Prozent gekontert hatte. Zu Wochenbeginn hatte der Republikaner ein Angebot der EU noch ausgeschlagen. Die EU-Kommission schlug vor, sämtliche Zölle auf Industriegüter auf beiden Seiten abschaffen zu wollen. Stattdessen sagte Trump, dass die EU als Ausgleich mehr US-amerikanische Energie importieren solle.
Fed-Mitschriften könnte geldpolitische Signale liefern
Am heutigen Mittwochabend gilt es zunächst die sogenannten „FOMC-Minutes“ im Auge zu behalten (20:00 Uhr), welche Anleger in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten. Die US-Notenbank hatte auf ihrer März-Sitzung das Leitzinsniveau zuletzt bei einer Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. Möglicherweise könnte die Fed im laufenden Jahr insgesamt zwei Mal an den Zinsschrauben um jeweils einen Viertelprozentpunkt nach unten drehen.
Ökonomen erwarten Rückgang der US-Teuerung – Zinssenkungssignale denkbar
Der Donnerstag dürfte ganz im Zeichen der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten stehen (14:30 Uhr). Fachleute erwarten aktuellen Schätzungen zufolge eine Teuerungsrate inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel in Höhe von 2,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach 2,8 Prozent im Februar. Für die Kernrate der Inflation wird ein Wert von Höhe von 3,0 Prozent erwartet (zuvor: 3,1 Prozent).
Ebenfalls stehen am Freitag mit den US-Erzeugerpreisen wichtige Inflationsdaten auf der Tagesagenda (14:30 Uhr).
Das Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan) rundet die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftskalenders am Freitag um 16:00 Uhr ab.
US-Berichtssaison startet: Großbanken geben traditionell Startschuss ab
Von den Entwicklungen im Zollstreit könnten Anleger durch den Startschuss zur US-Berichtssaison temporär abgelenkt werden. Traditionell läuten die US-Großbanken wie etwa JPMorgan, Wells Fargo, Morgan Stanley sowie die Bank of New York Mellon die Berichtssaison ein. Auch die Zahlen von BlackRock werden erwartet.



