Mit Spannung fiebern Anleger der Veröffentlichung neuer US-Preisdaten am Freitag entgegen. Angesichts der Unsicherheit über die bestehende Zollpolitik Donald Trumps dürften sich Investoren allerdings tendenziell zurückhalten. Zu groß bleibt offensichtlich die Sorge, auf dem falschen Fuß erwischt werden zu können. Zudem erhoffen sich Investoren geldpolitischen Hinweise durch verschiedene Fed-Vertreter.
DAX
Quelle: TradingView
Verschiedene US-Konjunkturdaten im Blick – Geldpolitische Impulse durch Fed-Vertreter denkbar
Zu beachten gilt es am heutigen Mittwoch die Auftragseingänge für langlebige Güter (13:30 Uhr).
Am Donnerstag steht zunächst die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten auf der Agenda (13:30 Uhr).
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (13:30 Uhr) sollten beachtet werden.
Austan Goolsbee (Chicago-Fed) rechnet mit einem „deutlich niedrigeren“ Leitzins in kommenden zwölf bis 18 Monaten
In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der „Financial Times“ wurde publik, dass der Präsident des Notenbankablegers aus Chicago, Austan Goolsbee, in den nächsten zwölf bis 18 Monaten mit einem „deutlich niedrigeren“ Leitzins rechne. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit könnte es jedoch länger dauern als erwartet, bis der nächste Zinssenkungsschritt nach unten komme.
"Meiner Ansicht nach ist Abwarten die richtige Herangehensweise, wenn Staub in der Luft liegt und man es mit Unsicherheit zu tun hat", hieß es.
Insbesondere der sogenannte „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben dürfte am Freitag die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (13:30 Uhr).
Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang wichtige Inflationssignale und damit Hinweise darüber, wie es um die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik bestellt sein könnte.
In der vergangenen Handelswoche hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Zinsband noch bei einer Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. Allerdings signalisierte der Währungshüter, dass im laufenden Jahr noch insgesamt zweimal an den Zinsschrauben um jeweils einen Viertelprozentpunkt nach unten gedreht werden könnte.
In diesem Zusammenhang sollten Anleger die geplanten Reden durch Neel Kashkari (15:00 Uhr) und Alberto Musalem (15:10 Uhr) am Donnerstagnachmittag nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
GfK-Verbrauchervertrauen und US-Preisdaten runden Handelswoche ab
Am Freitag gilt es das sogenannte Verbrauchervertrauen aus dem Hause GfK im Auge zu behalten (08:00 Uhr).
Der „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben könnte aus Sicht des Wirtschaftskalanders als Highlight angesehen werden.
Das von Reuters und der Uni Michigan publizierte Verbrauchervertrauen könnte ebenfalls Impulse bringen (15:00 Uhr).
Weitere Reden durch Fed-Vertreter stehen mit Michael Barr (17:15 Uhr) und Raphael Bostic (20:30 Uhr) auf der Agenda.



