Der Goldpreis kann angesichts nachlassender Zinssorgen in den USA wieder profitieren. Aussagen durch einen Fed-Notenbanker lassen offensichtlich aufhorchen. Zugleich dürften sich Anleger nun den US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) widmen, welche für Freitagnachmittag auf der Agenda stehen.
Gold (XAU/USD)

Fed-Mitglied Waller macht Anleger Hoffnung in puncto US-Zinsen
Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der US-Notenbank Federal Reserve, hatte sich optimistisch gezeigt, dass die Teuerung Anzeichen einer Entspannung zeige. So signalisierte er Bereitschaft, das Leitzinsniveau beizubehalten.
In diesem Zusammenhang signalisiert auch das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group wieder eine Chance von 49,8 Prozent, dass es auf der Sitzung am 16. September zu einer Zinspause kommen könnte. Dagegen stehen 50,20 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Die Wahrscheinlichkeit für letztgenanntes Szenario hatte gestern noch 63,2 Prozent betragen.
US-Arbeitsmarktdaten im Blick – EZB-Sitzung könnte bereits erste Schatten vorauswerfen
Am Freitagnachmittag sollten Anleger folgerichtig ihre Blicke auf die Publikation des offiziellen US-Jobberichts richten (14:30 Uhr). Nach dem jüngsten Rückgang (-23.000) aus dem Vormonat rechnen Volkswirte mit einem Stellenplus von 56.000 Einheiten für den Monat August. Ein weiterer Einbruch des Jobmarkts könnte zugunsten der allgemeinen Zinsfantasien gehen.
Auch in der kommenden Handelswoche dürfte die Geldpolitik eines der zentralen Gesprächsthemen darstellen. Am Donnerstag (10. September) kommt die Europäische Zentralbank zusammen, um über das zukünftige Leitzinsniveau zu entscheiden. Möglicherweise könnte der Währungshüter in Höhe eines Viertelprozentpunkts den Einlagezinssatz noch oben schrauben.



