Der jüngste Jobbericht nimmt Druck vom geldpolitischen Sorgenkessel. Die zuletzt wieder an Fahrt aufnehmenden Zinssorgen könnten nun etwas an Schärfe verloren haben. Die Abkühlung des US-Arbeitsmarktes dürfte für Anleger in erster Linie als ein kräftiges Durchatmen verstanden werden. In der neuen Handelswoche dürften sich Optimismus und Vorsicht zunächst die Waage halten. Der Ölpreis und die Anleiherenditen dürften weiterhin die entscheidenden Stellschrauben bleiben, die der Aktienmarkt mit Argusaugen beobachtet.
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US-Jobmarkt verliert an Schwung – US-Zinssorgen verlieren an Dynamik
Der US-Arbeitsmarkt hat sich im September gegenüber dem Vormonat deutlich abgekühlt. So wurden lediglich 29.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen und damit deutlich weniger als im Vorfeld von Ökonomen erwartet (90.000 Einheiten), nach zuletzt revidierten 133.000 Einheiten im August (zuvor: 162.000). Für den Monat Juli wurde das Stellenplus auf minus 10.000 nach unten revidiert (zuvor: 21.000 Einheiten).
Bereits die ADP-Beschäftigungsdaten hatten eine Abkühlung aus der Privatwirtschaft signalisiert. So entstanden im September lediglich 90.000 neue Jobs. Zugleich war das Plus aus dem Monat August auf 36.000 Einheiten nach unten revidiert worden. Auch die separat ermittelte Arbeitslosenquote stieg entgegen den Erwartungen um 0,1 Prozentpunkte auf ein Level von 4,2 Prozent an. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Status quo in Höhe von 4,1 Prozent gerechnet.
Die jüngsten US-Jobdaten spiegeln sich nicht zuletzt auch unmittelbar in den Zinserwartungen der Marktteilnehmer wider. So rechnen nun 79,5 Prozent der Marktteilnehmer laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group mit einer Zinspause auf der Sitzung am 28. Oktober und 20,5 Prozent mit einer Zinserhöhung.





