In der neuen Handelswoche dürften Anleger ihren Fokus insbesondere auf die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten legen, welche für Freitagnachmittag erwartet werden.
Die Kombination aus nachlassenden Sorgen über eine mögliche US-Bankenkrise und die Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen Washington und Peking fungieren als Zünglein an der Waage. Der Sorgencocktail aus der vergangenen Handelswoche befindet sich zwar für den Moment aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern, könnte allerdings jederzeit wie hochkochen.
Dow Jones Industrial Average Index

Sorgen um mögliche US-Bankenkrise und Eskalation im Zollstreit ebben ab – Unsicherheit dürfte bestehen bleiben
Zentrale Gesprächsthemen an den Märkten dürften weiterhin die Entwicklungen in puncto Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die jüngste Sorge vor einer möglichen US-Bankenkrise sorgen.
Am vergangenen Freitag hatte US-Präsident Donald Trump seine angedrohten Zölle auf China-Importe in Höhe von 100 Prozent selbst als nicht tragbar bezeichnet und somit für Entspannung gesorgt. Mögliche Hiobsbotschaften in Sachen potenzieller Bankenkrise in den Vereinigten Staaten sollten Anleger allerdings auf dem Schirm haben.
Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks und US-Inflationsdaten am Freitag im Fokus
Insgesamt fällt der Wirtschaftskalenders wegen des anhaltenden partiellen Regierungsstillstands in den Vereinigten Staaten weiterhin überschaubar aus.
Erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern (HCOB) für die Sektoren des verarbeitenden Gewerbes, Dienstleistung und „Gesamt“ für die Bundesrepublik Deutschland stehen am Freitag um 09:30 Uhr auf der Tagesagenda.
Die Pendants für die Eurozone folgen um 10:00 Uhr und für die US-amerikanische Seite (S&P Global) um 15:45 Uhr.
Neben den US-Verbraucherpreisen wird zudem die Kernrate der Teuerung erwartet, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet (14:30 Uhr).
US-Geldpolitik dürfte weiterhin wichtiges Thema bleiben – Hoffen auf Zinssenkungen
Anleger versprechen sich durch die erwartete Veröffentlichung frischer Preisdaten für den Monat September in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik, zumal angesichts des andauernden US-Regierungsshutdowns die Unsicherheit über die tatsächliche Veröffentlichung von Statistiken vorhanden bleiben dürfte.
Laut Angaben des sogenannten „Fed-Watch-Tools“ beträgt die Chance für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der Sitzung in der kommenden Woche (29. Oktober) derzeit 98,9 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der US-Währungshüter auf der letzten planmäßigen Sitzung im laufenden Jahr (10. Dezember) erneut um 25 Basispunkte an den Zinsschrauben nach unten dreht, liegt bei 96,1 Prozent.
Die Aussicht auf sinkende Kapitalmarktzinsen in den USA könnte bis zum Jahresende eines der Taktgeber für die Aktienmärkte darstellen.
Das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) wird indes für 16:00 Uhr erwartet.
US-Berichtssaison nimmt weiter an Fahrt auf – Mögliche Impulse denkbar
In der Berichtssaison stehen am Dienstag etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Coca-Cola (ISIN: US1912161007), General Motors (ISIN: US37045V1008) und Netflix (ISIN: US64110L1061) auf dem Plan. Am Mittwoch berichtet Tesla (ISIN: US88160R1014 und am Donnerstag Ford (ISIN: US3453708600) und Intel (ISIN: US4581401001).



