Die neue Handelswoche dürfte weiterhin durch die laufende Berichtssaison geprägt sein. Neben möglichen Impulsen durch Reden verschiedener Fed-Vertreter sollte sich der Blick auf wichtige US-Wirtschaftsdaten richten. Eine wichtige Frage könnte sein, ob die Zinssenkungsfantasien für dieses Jahr am Leben bleiben. Auch die Entwicklungen zwischen China und Taiwan gilt es im Auge zu behalten.
Geldpolitische Hinweise durch Fed-Vertreter denkbar – „Beige Book“ am Mittwochabend im Blick
Am Montag könnten zunächst Reden durch die Fed-Mitglieder Kashkari (Minneapolis/19:00 Uhr) und Schmid (Kansas/23:05 Uhr) bewegen.
Am Dienstag wird eine Rede durch FOMC-Mitglied Harker (16:00 Uhr) und am Mittwoch durch Gouverneurin Bowman (15:00 Uhr) sowie Barkin (Richmond/18:00 Uhr) erwartet.
Zur Wochenmitte rückt die Publikation des sogenannten „Beige Book“ in den Fokus (20:00 Uhr), welches einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation abgibt. Ökonomen als auch weitere Fachleute werden dabei durch Interviews befragt.
Wichtige US-Daten dürften in zweiter Wochenhälfte ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Für gewöhnlich stehen am Donnerstagnachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf der Agenda (14:30 Uhr).
Neben einer Rede durch Hammack (Cleveland/14:45 Uhr) dürften auch die S&P-Einkaufsmanager von Interesse sein (15:45 Uhr).
Am Freitag blicken Anleger auf wichtige US-Wirtschaftsdaten, welche eine wichtige Indikation in puncto US-Konjunktur geben könnten. Für die Auftragseingänge langlebiger Güter wird mit einem Rückgang in Höhe von 0,9 Prozent gerechnet, nach 0 Prozent im September (im Vergleich zum Vormonat). Da besagte Produkte in der Regel mit großen Investitionen verbunden sind, können diese Hinweise über die Aktivität der US-Produktion liefern.
Ebenfalls auf Interesse stoßen dürfte auch das Verbrauchervertrauen aus dem Hause Reuters/Uni Michigan (16:00 Uhr).
Spannungen zwischen China und Taiwan könnten weiter zunehmen – Coca-Cola, Tesla und IBM legen Quartalszahlen vor
Die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan schweben allerdings wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger. Das jüngst abgehaltene Militärmanöver seitens der Chinesen vor der Inselrepublik Taiwan dürfte als Alarmsignal gewertet werden. Eine Eskalation könnte nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die globalen Lieferketten ausüben.
Reichlich Bewegung könnte es zudem durch die weiter an Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison geben. Am Mittwoch berichten vorbörslich beispielsweise AT&T, Boeing und Coca-Cola. Nach Börsenschluss blicken Anleger auf die Zahlen etwa von Tesla und IBM.



