Nach Veröffentlichung der jüngsten US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag blicken Anleger zur Wochenmitte insbesondere auf die Fed-Mitschriften der vergangenen US-Notenbanksitzung, welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt. Im Blickpunkt dürften somit insbesondere die Inflations-und Zinsentwicklungen stehen.
Dow Jones Industrial Average Index

US-Arbeitsmarkt trübt sich überraschend stark ein – Arbeitslosenquote steigt auf 4,2 Prozent
Der US-Jobmarkt hat sich im September überraschend deutlich abgeschwächt. Außerhalb der Landwirtschaft legte die Zahl der Beschäftigten im September um lediglich 29.000 zu, wie die US-Regierung am Freitagnachmittag mitteilte. Im Vorfeld von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 90.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote kletterte in diesem Zusammenhang um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent.
Zugleich wurde auch die Beschäftigtenzahl für Juli als auch August nach unten revidiert. Nach 21.000 Stellen im Juli wurde ein Rückgang von 10.000 Stellen ausgewiesen. Für den August wurden zunächst 162.000 Stellen kommuniziert, danach nur noch 133.000.

Folgerichtig rechnen nun auch 79,5 Prozent der Marktteilnehmer laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ mit einer Zinspause am 28. Oktober 2026 und 20,5 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Vor einer Woche hatten noch 29,1 Prozent mit einer Zinspause gerechnet.
Fed-Mitschriften könnten zur Wochenmitte geldpolitische Impulse senden – Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) im Blick
Folgerichtig warten auf Anleger am späten Mittwochabend in einer aus Sicht des Wirtschaftskalenders vergleichsweise ruhigen Woche die “FOMC-Minutes“, welche Hinweise in puncto US-Geldpolitik abgeben könnten.
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gilt es am Donnerstag (14:30 Uhr) im Blick zu behalten.
Am Freitag könnten last but not least vorläufige Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan für Bewegung sorgen (16:00 Uhr)



