Eine Woche vor den Weihnachtsfeiertagen dürfte es an den Börsenplätzen noch mal spannend werden. Insbesondere der Ausgang der US-Notenbanksitzung könnte über Wohl und Wehe entscheiden.
Ebenfalls stehen wichtige Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks auf der Agenda, welche über eine mögliche Fortsetzung der jüngsten Börsenrallye und damit über einen Jahresendspurt mit entscheiden könnten.
Impulse durch China-Daten und US-Konjunkturwerte zu Wochenbeginn möglich
Wichtige Vorgaben sollten am Montag neue Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte liefern. Neben Werten zur Industrie dürften die Einzelhandelsumsätze von Interesse sein (03:00 Uhr).
Am Dienstag gilt der Blick den US-Einzelhandelsdaten (14:30 Uhr).
Anleger setzen auf Fed-Leitzinssenkung um einen Viertelprozentpunkt – Powell-Rede könnte bewegen
Ihre Schatten vorauswerfen dürfte bereits in der ersten Wochenhälfte die für den Mittwoch geplante Fed-Notenbanksitzung. Für 20:00 Uhr wird der Leitzinsentscheid erwartet. Ökonomen erwarten eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.
Das "Fed-Watch-Tool" der CME Group taxiert die Chance für besagtes Szenario derzeit auf 96 Prozent.
Von womöglich noch höherer Bedeutung dürfte die anschließende Pressekonferenz mit Jerome Powell sein (20:30 Uhr). Anleger erhoffen sich Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik, insbesondere über Ausmaß und Tempo weiterer Zinssenkungen.
Die im September in Aussicht gestellten Zinsprojektionen hatten noch insgesamt vier Zinsschritte nach unten für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt.
Rentenmarkt signalisiert behutsameren Zinssenkungszyklus wegen Trump-Politik
Der Rentenmarkt signalisierte mit steigenden Renditen in der vergangenen Woche, dass es nach dem Fed-Zinsentscheid möglicherweise zunächst entspannt in Sachen Zinssenkungen weitergehen könnte. Vor allem angesichts der Unsicherheit wegen der neuen US-Regierung unter Donald Trump und einer zu erwartenden protektionistischen Marschroute könnte die Teuerung tendenziell wieder anziehen.
US-BIP und Preisdaten runden Handelswoche ab – Geldpolitik als zentraler Einflussfaktor
Am Donnerstag dürfte zudem die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten (14:30 Uhr) wichtige Impulse liefern. Erwartet wird eine annualisierte Rate von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach 3 Prozent in Q2.
Zum Wochenabschluss warten auf Börsianer mit dem sogenannten PCE-Kerndeflator für die persönlichen Konsumausgaben wichtige Preisdaten. Fachleute rechnen mit einen Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach 0,3 Prozent im Oktober. Eine Abschwächung des Preisdrucks könnte die Inflationssorgen tendenziell lindern und damit den Zinssenkungsfantasien einen Nährboden geben.
Last but not least rundet die Publikation des Verbrauchervertrauens aus dem Hause Reuters/Uni Michigan um 16:00 Uhr die Handelswoche ab.



