In den letzten Handelstagen des Jahres dürften Anleger womöglich nichts mehr anbrennen lassen. Vereinzelt kommt es kurz vor dem Jahreswechsel noch zu möglichen Impulsgebern aus Sicht des Wirtschaftskalenders. Ob Investoren ihre womöglich schon zugeklappten Bücher in diesem Jahr noch mal öffnen, bleibt fraglich. Zu beachten gilt wie in der Woche zuvor, dass zwischen den Jahren ein eingeschränkter Handel in den USA stattfindet.
Künstliche Intelligenz (KI), US-Geldpolitik und Ukraine-Russland-Konflikt könnten zentrale Gesprächsthemen im Jahr 2026 sein
An der Wall Street waren die Börsenpforten bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder geöffnet. Als eines der zentralen Gesprächsthemen auf dem Parkett dürften weiterhin die Themen rund um Künstliche Intelligenz (KI), die US-Geldpolitik und damit die an Fahrt aufnehmenden Spekulationen um die Nachfolge Jerome Powells sowie die Entwicklungen im geopolitischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sein.
Hoffen auf weitere Zinssenkungen im Jahr 2026
Anleger dürften nach wie vor auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hoffen. Nach dem Zinsschritt aus Mitte Dezember bleibt es aber fraglich, ob der Währungshüter bereits auf der ersten planmäßigen Sitzung im Jahr 2026 (28. Januar 2026) an den Zinsschrauben nach unten dreht. Weitere Zinsentscheide sind für den 18. März und für den 29. April angedacht.
Auf der jüngsten Notenbanksitzung hatte die Fed für das kommende Jahr allerdings nur insgesamt eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts in Aussicht gestellt. Das Zinsband selbst liegt aktuell bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Auch die Spekulationen rund um die Nachfolge Jerome Powells könnten Anleger in den ersten Wochen im neuen Jahr verstärkt umtreiben. Der Direktor des National Economic Council (NEC) von Donald Trump, Kevin Hasset, wird nach wie vor als möglicher Nachfolger Powells gehandelt, welcher Ende Mai 2026 sein Amt niederlegt.
Fed-Mitschriften stehen am Dienstag auf der Agenda – Veröffentlichung von China-Daten runden Jahr ab
Im Blickpunkt stehen am Dienstag etwa noch die „FOMC-Minutes“ (20:00 Uhr) der jüngsten Fed-Notenbanksitzung, aus denen Anleger geldpolitische Signale ableiten könnten.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch rücken chinesische Konjunkturdaten (NBS EMI) für die Sektoren des verarbeitenden Gewerbes und Dienstleistungen in den Blickpunkt (02:30 Uhr).
Kein Handel an Silvester und am Neujahrsfeiertag in den USA
Während am 30. Dezember der reguläre Handel stattfindet, bleibt das Börsengeschehen am 31. Dezember (Silvester) und am 1. Januar 2026 (Neujahrsfeiertag) aus. Erst am 02. Januar 2026 öffnet der Handel.
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