In der ersten vollen Handelswoche des neuen Jahres 2025 dürften zahlreiche Marktteilnehmer wieder aus ihrem Urlaub zurückkehren und dem bereits laufenden Börsengeschehen zustoßen. Neben den FOMC-Protokollen der jüngsten Fed-Notenbanksitzung dürfte sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht richten.
China-Daten und US-Konjunkturwerte zu Wochenbeginn als potenzielle Impulsgeber
Wie in der vergangenen Woche sollten Anleger zunächst wichtige China-Daten im Auge behalten. Mit dem sogenannten Caixin-PMI-Index für den Dienstleistungssektor (02:45 Uhr) dürften wichtige Vorgaben aus dem Reich der Mitte warten. Zu Jahresbeginn hatte es bereits widersprüchliche Signale über den aktuellen Zustand der chinesischen Konjunktur gegeben. Chinas Wirtschaft ächzt weiterhin nicht zuletzt unter der andauernden Immobilienkrise.
Am Dienstag gilt es den ISM-Index für den Servicebereich in den Vereinigten Staaten zu begutachten (16:00 Uhr). Zur gleichen Uhrzeit werden zudem die sogenannten JOLTSs (Job Openings and Labor Turnover Survey) publik, welche die offenen Stellen am Arbeitsmarkt wiedergeben.
ADP-Daten dürften ersten Vorgeschmack auf NPFs abgeben – Fed-Mitschriften im Fokus
Für gewöhnlich geben die sogenannten ADP-Daten zur Wochenmitte (14:15 Uhr) einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) ab.
Die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung werden am Mittwochabend um 20:00 Uhr publik. Anleger versprechen sich neue Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Kurz vor Weihnachten hatte die Fed zwar den Leitzins erneut um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent gesenkt, für das Jahr 2025 insgesamt aber eine behutsamere Vorgehensweise in Aussicht gestellt.
Hochspannung vor US-Arbeitsmarktdaten am Freitag - Anleger hoffen auf Rückgang des Stellenaufbaus außerhalb der Landwirtschaft
Während der Donnerstag weniger relevante Wirtschaftsdaten vorsieht, dürfte sich der Fokus umso mehr auf den Freitag richten.
Um 14:30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember publik. Ökonomen erwarten ein Stellenplus von lediglich 150.000 Einheiten außerhalb Landwirtschaft, nach insgesamt 227.000 Stellen im Vormonat.
Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,2 Prozent verweilen und damit unverändert zum November. Auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne könnte von Interesse sein, welche gegenüber dem Vormonat Schätzungen zufolge lediglich um 0,3 Prozent anziehen dürften und damit weniger stark als zuvor (0,4 Prozent).
Sollte der Arbeitsmarkt Schwächesignale aufweisen, könnte dies im Gegenzug die Zinssenkungsfantasien der Anleger befeuern. Aktuell rechnet das "Fed-Watch-Tool" der CME Group nur mit einer geringen Chance (10,7 Prozent), dass es Ende Januar auf der ersten Fed-Sitzung im neuen Jahr zu einer weiteren Zinssenkung kommt.
Abschließend könnten vorläufige Verbraucherstimmungsdaten (Michigan) um 16:00 Uhr für wichtige Impulse sorgen.



