Handelsgespräche und geldpolitische Signale dürften in den kommenden Tagen die Märkte dominieren. Ob die Weichen für eine mögliche Jahresendrallye gestellt werden, bleibt abzuwarten.
Die wachsende Zuversicht auf den großen Wurf im Handelsstreit zwischen Washington und Peking nährt das Prinzip Hoffnung an den Märkten. Ein Scheitern der Gespräche oder eine Verschärfung der Rhetorik wäre als große Enttäuschung zu werten.
Im Fokus der neuen Handelswoche dürfte die US-Notenbanksitzung der Federal Reserve als auch die laufende Berichtssaison stehen.
Vorläufige Einigung im Handelsstreit zwischen China und USA – Anleger setzen auf den großen Wurf im Zollstreit
Laut Angaben der chinesischen Seite haben sich die USA als auch China im Zollstreit angenähert. Li Chenggang, Chinas Chefunterhändler sagte, dass beide Seiten zu einer vorläufigen Einigung gelangt seien. Auf beiden Seiten müsse allerdings nun „ein internes Genehmigungsverfahren durchlaufen“ werden.
Trump hatte vor mehr als zwei Wochen Extrazölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische Importe angekündigt und für eine zwischenzeitliche Eskalation des Handelsstreits gesorgt. Hintergrund waren Streitigkeiten rund um Seltene Erden. Trotz der Aussicht auf eine Beilegung des Konflikts sollten Anleger sich jederzeit auf mögliche Rückschläge gefasst machen. Unklar bleibt, ob es tatsächlich zu einer finalen Einigung kommt. Die bereits verteilten Vorschusslorbeeren müssen sich in diesem Zusammenhang auch bewahrheiten.
Anleger dürften auf Zinssenkung durch US-Notenbank setzen
Für Mittwochabend steht folgerichtig die mit Spannung erwarte US-Notenbanksitzung auf der Tagesagenda. Während für 19:00 Uhr der Leitzinsentscheid erwartet wird, dürfte Fed-Chef Jerome Powell um 19:30 Uhr vor die Öffentlichkeit treten.
Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group liegt die Chance bei 96,7 Prozent, dass das Leitzinsniveau am Mittwoch folgerichtig auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angepasst wird. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 4,00 bis 4,25 Prozent.
Die BIP-Wachstumsrate für die US-amerikanische Seite wird für 13:30 Uhr erwartet und dürfte folgerichtig konjunkturelle Hinweise abgeben.
Europäische Zentralbank kommt am Donnerstag zusammen, um über Leitzins zu entscheiden
Zu beachten gilt es auch den Leitzinsentscheid der europäischen Kollegen aus den Reihen der EZB. Für 14:15 Uhr wird der Zinsentscheid erwartet und eine halbe Stunde später die Pressekonferenz mit Christine Lagarde.
Am Freitag rücken last but not least wichtige US-Preisdaten in den Fokus, welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt (13:30 Uhr). Erwartet wird die Kernrate der persönlichen Konsumausgaben.
US-Börsenschwergewichte legen ihre Quartalszahlen vor
Zur Wochenmitte werden die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Alphabet (ISIN: US02079K3059), Meta (ISIN: US30303M1027), Microsoft (ISIN: US5949181045) und am Donnerstag von Amazon (ISIN: US0231351067) sowie Apple (ISIN: US0378331005) erwartet.




