Die Erleichterung über ein Ende des US-Haushaltsstreits dürfte mittlerweile wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen sein. Denn die nun zu erwartenden Konjunkturdaten könnten die konjunkturellen Sorgenfalten größer werden lassen. Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürften die „FOMC-Minutes“ zur Wochenmitte und die nachträgliche Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts am Donnerstag eines der Höhepunkte darstellen.
Mit Spannung dürften zudem die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von NVIDIA erwartet werden.
Dow Jones Industrial Average Index

Freude über Ende des teilweisen US-Haushaltsstreits verfliegt
Der längste Teilstillstand der US-Regierungsgeschäfte ist Mitte vergangener Woche vorerst beendet worden. „Mit meiner Unterschrift wird die Bundesverwaltung nun wieder ihre normale Arbeit aufnehmen“, so US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. In diesem Zusammenhang erwarten Investoren nun erneut wichtige US-Konjunkturdaten, welche in der Zeit des „Shutdowns“ entweder ausblieben oder nur verzögert veröffentlicht wurden. In diesem Zusammenhang könnten Marktteilnehmer angesichts der zu erwartenden Wirtschaftsdaten tendenziell in Deckung gehen, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.
Eines der zentralen Gesprächsthemen dürften wie in der Woche zuvor die geldpolitischen Entwicklungen sein. Auf lediglich 44,6 Prozent wird derzeit die Chance laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ geschätzt, dass es zu einer weiteren Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts kommt. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
Zahlreiche Reden durch Fed-Vertreter im Blick – Geldpolitische Hinweise denkbar
In diesem Kontext sollten Anleger wie in der Woche zuvor erneut Reden durch Fed-Vertreter nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen. Neben John Williams (New York/15:00 Uhr), Fed-Vize Philip Jefferson (15:30 Uhr), Neel Kashkari (19:00 Uhr/Minneapolis) und Gouverneur Christopher Waller (21:35 Uhr).
Am Dienstag wird der stellvertretende Vorsitzende der Fed für Aufsicht Michael Barr (16:30 Uhr) erwartet.
Die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung stehen am Mittwochabend um 20:00 Uhr auf der Agenda.
US-Arbeitsmarktdaten für September werden am Donnerstag erwartet
Am Donnerstag rücken folgerichtig die sogenannten Non-Farm Payrolls (NFPs) in den Fokus der. Laut Angaben der US-Regierungsbehörde "Bureau of Labor Statistics" sollen besagte Daten für den Monat September veröffentlicht werden. Wegen des bereits beigelegten US-Haushaltsstreits wurden die "NFPs" zu Beginn des Monats nicht veröffentlicht.
Ebenfalls im Blick gilt es die Arbeitslosenquote als auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne zu behalten.
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe werden erwartet (14:30 Uhr).
Am Freitag stehen zunächst erneut Reden durch verschiedene Fed-Vertreter im Blick. Neben Michael Barr (14:30 Uhr), treten Philip Jefferson (14:45 Uhr) und Susan Logan (15:00 Uhr/Dallas) auf.
Ebenfalls auf Interesse stoßen dürften erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern (S&P Global) für das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und „Gesamt“ (15:45 Uhr).
Auch die finalen Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) gilt es im Auge zu behalten (16:00 Uhr).
Hochspannung vor NVIDIA-Quartalszahlen
Am Mittwoch stehen in der bereits auslaufenden Berichtssaison insbesondere die Zahlen von NVIDIA (ISIN: US67066G1040) auf der Agenda. Auch die Ergebnisse von NIO (ISIN: US62914V1061) werden erwartet. Am Donnerstag berichten Walmart (ISIN: US9311421039) und am Freitag Alibaba (ISIN: US01609W1027).
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