In der neuen Handelswoche dürfte die Hoffnung auf ein Ende des „US-Shutdowns“ Marktteilnehmer möglicherweise aus der Reserve locken. Ob es in diesem Zusammenhang bereits zur Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten kommt, bleibt abzuwarten. Ebenfalls auf Interesse sollte die laufende Berichtssaison mit Zahlen aus den zweiten und dritten Reihen stoßen.
Erste wichtige Hürde im US-Senat genommen – Kommt es zur Beilegung des Regierungsstillstands?
Nach insgesamt 40 Tagen Regierungsstillstand in den USA zeichnet sich im US-Senat offenbar eine Kompromisslösung ab. In einer Abstimmung in der Nacht von Sonntag auf Montag haben die Demokraten für Beratungen zu einem sogenannten Übergangshaushalt gestimmt. Die erste Hürde für eine Beilegung des bis dato längsten Shutdowns in der US-Geschichte ist damit genommen. Nach Angaben des Mehrheitsführers der Republikaner (John Thune), soll der Gesetzesentwurf so angepasst werden, dass er eine kurzfristige Übergangsfinanzierung mit einem Paket von insgesamt drei Haushaltsgesetzen für das gesamte Jahr verbindet.
Makrodaten dürften Mangelware bleiben – Rede-Marathon durch Fed-Vertreter voraus
Trotz der Hoffnung auf eine Beilegung des partiellen US-Regierungsstillstands dürfte die Veröffentlichung wichtiger Makrodaten weiterhin Mangelware bleiben.
In diesem Zusammenhang gilt es etwa geplante Reden durch Fed-Vertreter nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. FOMC-Mitglied Mary Daly (San Francisco) wird etwa um 14:30 Uhr und Alberto Musalem (St. Louis) um 15:45 Uhr erwartet.
Fed-Bankenaufseher Michael Barr (04:25 Uhr), John Williams (New York/15:20 Uhr), Anna Paulson (Philadelphia/16:00 Uhr), Christopher Waller (16:20 Uhr) und Trump-Vertrauter Stephen Miran (18:30 Uhr) stehen am Mittwoch in der Öffentlichkeit.
Am Donnerstag setzt sich der Rede-Marathon mit Alberto Musalem (St. Louis/ 18:15 Uhr) und Beth Hammack (Cleveland/18:20 Uhr) weiter fort.
Die Handelswoche rundet Fed-Mitglied Schmid um 14:05 Uhr ab.
Die geldpolitischen Entwicklungen dürften neben den Hoffnungen auf ein Ende des „US-Shutdowns“ weiterhin eines der zentralen Gesprächsthemen bleiben. Allerdings beträgt die Chance laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group derzeit lediglich noch 64,9 Prozent für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts, nach 91,7 Prozent von vor einem Monat.
Eigentlich würden am Donnerstagnachmittag für die US-amerikanische Seite etwa die US-Verbraucherpreise und für Freitag die Einzelhandelsumsätze auf der Agenda stehen. Angesichts der partiellen Schließung der Bundesbehörden wurde die Veröffentlichung der Konjunkturdaten auf Eis gelegt bzw. deutlich verzögert. Seit dem 1. Oktober befinden sich die Vereinigten Staaten in besagtem „Shutdown“.
Berichtssaison weiter im Blick: Unternehmen aus zweiten und dritten Reihen legen Ergebnisse vor
In der nach wie vor laufenden Berichtssaison könnte es mit Zahlen aus den zweiten und dritten Reihen Impulse geben. Erwartet werden die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartal am Mittwoch etwa von Cisco Systems (ISIN: US17275R1023) und am Donnerstag von Walt Disney (ISIN: US2546871060) und Applied Materials (ISIN: US0382221051)




