In der neuen Handelswoche dürften Anleger ihre Blicke insbesondere auf die Fed-Notenbanksitzung zur Wochenmitte richten. Die Hoffnung auf weitere Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte die Risikofreude wieder befeuern. Neben vereinzelten Wirtschaftsdaten für die Vereinigten Staaten als auch für die Volksrepublik China gilt es die Berichtssaison weiterhin im Auge zu behalten.
Chinesische Handelsministerium zeigt Gesprächsbereitschaft – US-Zölle auf Autoteile treten in Kraft
In den vergangenen Tagen hatte sich das chinesische Handelsministerium offen für Gespräche in puncto Zollkonflikt gezeigt. Marktteilnehmer dürften somit auf konkrete Gespräche und damit auf eine Deeskalation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt setzen.
Seit Samstag (Mitternacht/Ortszeit) sind indes die durch US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Autoteile in Kraft getreten.
ISM-Index für Servicebereich zu Wochenbeginn im Blick – Fed-Sitzung könnte über Wohl und Wehe entscheiden
Der sogenannte ISM-Index für den Servicesektor wird bereits am Montag um 16:00 Uhr publik.
Am Mittwoch sollte sich die Aufmerksamkeit auf den Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) richten, welcher für 20:00 Uhr erwartet wird. Ab 20:30 Uhr gilt es die FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Möglicherweise dürfte die Fed das aktuelle Zinsband von 4,25 bis 4,50 Prozent weiter unverändert lassen. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group taxierte die Chance am Sonntag (04.05.) auf lediglich 2,8 Prozent, dass es zu einer Zinssenkung um 25 Basispunkte kommt. Auf 97,2 Prozent Wahrscheinlichkeit wird das Szenario einer Zinspause taxiert.
Entwicklung des US-Jobmarkts weiter im Blick – Chinesische Konjunkturdaten könnten am Freitag wichtige Vorgaben liefern
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe rücken am Donnerstag in den Fokus (14:30 Uhr). Nach Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts vom vergangenen Freitag dürften diese umso mehr von Interesse sein. Die US-Jobdaten hatten für den Monat April ein Stellenplus von 177.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft hervorgebracht, nach 185.000 Einheiten im März. Ökonomen hatten mit einem Plus von 130.000 Einheiten gerechnet. Die Zuwächse für die Monate Februar und März wurden allerdings um 58.000 Stellen nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote blieb wie erwartet bei 4,2 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat. Trotz der Unsicherheiten in puncto Zollstreit zeigt sich der Jobmarkt damit weiterhin robust.
Wie es um die chinesische Konjunktur bestellt ist, dürfte Investoren am Freitag umtreiben (05:00 Uhr). Erwartet werden neue Zahlen zu den Importen als auch Exporten sowie zur Handelsbilanz. Besagte Daten könnte somit wichtige Vorgaben für den Freitagshandel liefern.
Berichtssaison nimmt mit Zahlen aus den zweiten und dritten Reihen weiter an Fahrt auf – Coinbase am Donnerstag im Fokus
Am Montag werden etwa die Zahlen von Ford und am Mittwoch von Novo Nordisk und Walt Disney sowie AMC Entertainment erwartet. Der Donnerstag dürfte ganz im Zeichen der Publikation der Zahlen von Coinbase stehen.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



