In der neuen Handelswoche dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger insbesondere auf die Publikation frischer US-Inflationsdaten richten. Auch die geldpolitischen Entwicklungen sollten in diesem Zusammenhang wieder verstärkt in den Fokus der Investoren rücken. Daneben gilt es den Zollstreit weiterhin im Auge zu behalten.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
Handelsstreitigkeiten dürften Anleger weiter umtreiben
Die US-Regierung hatte jüngst Strafzölle auf chinesischen Einfuhren verdoppelt, welche nun bei 20 Prozent liegen. China hat daraufhin bereits mit Gegenzöllen auf US-Agrarprodukte reagiert.
Indes haben Kanada und Mexiko zum Ende vergangener Woche eine Schonfrist bis zum 2. April erhalten. Für kanadische Waren, welche unter das sogenannte nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA fallen, würden bis zum oben genannten Zeitpunkt keine Strafabgaben fällig, hieß es. Für Mexiko hatte Trump eine solche Regelung im Vorfeld bereits bekanntgegeben.
Jerome Powell verweist auf gute Lage der US-Wirtschaft - trotz erhöhter Unsicherheit
"Trotz erhöhter Unsicherheiten befindet sich die US-Wirtschaft weiterhin in einer guten Lage", sagte US-Notenbankpräsident Jerome Powell am vergangenen Freitag.
Der offizielle Jobbericht hatte für den Monat Februar lediglich 140.000 neue Stellen hervorgebracht und damit deutlich weniger als gedacht (170.000). In diesem Zusammenhang erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote von zuletzt 4,0 auf 4,1 Prozent.
"Viele Indikatoren zeigen, dass der Arbeitsmarkt solide und weitgehend ausgeglichen ist", so Powell. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass die Arbeitgeber seit September im Mittel 191.000 Arbeitsplätze pro Monat geschaffen hätten.
JOLTs am Dienstag im Fokus – US-Inflationsdaten könnten wichtige Signale abgeben
Die im Jargon sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey), welche die offenen Stellen signalisieren, dürften angesichts des jüngst veröffentlichten Arbeitsmarktberichts am Dienstag zunächst in den Fokus der Marktakteure rücken (15:00 Uhr).
Am Mittwoch stehen die Verbraucherpreisdaten für die Vereinigten Staaten im Blickpunkt (13:30 Uhr). Ökonomen erwarten eine Teuerungsrate von 2,9 Prozent, nach 3,0 Prozent im Januar. Zu beachten gilt, dass wegen der Zeitumstellung besagte Daten bereits eine Stunde vorher als sonst publik werden.
Für die Kernrate der Teuerung, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, wird eine Rate im Vergleich zum Vorjahresmonat von 3,2 Prozent erwartet (zuvor: 3,3 Prozent).
Kommende Woche Mittwoch kommt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) planmäßig zusammen, um über das zukünftige Leitzinsniveau zu entscheiden.
US-Erzeugerpreisdaten am Donnerstag im Blick – Weitere Inflationssignale denkbar
Auch am Donnerstag stehen erneut wichtige US-Preisdaten auf der Tagesagenda. Die sogenannten Erzeugerpreise für die Vereinigten Staaten werden für 13:30 Uhr erwartet. Anleger dürften sich in diesem Zusammenhang wichtige Inflationssignale versprechen.
Für gewöhnlich gilt es auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe zu beachten (13:30 Uhr).
Am Freitag rücken last but not least neue Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Reuters/ Uni Michigan in den Fokus der Anleger (15:00 Uhr).
In der Berichtssaison stehen weiterhin lediglich Nachzügler aus den zweiten und dritten Reihen auf der Agenda. Am Dienstag berichten etwa NIO und am Mittwoch Adobe sowie am Donnerstag DocuSign.



