Nach der offiziellen Amtseinführung Donald Trumps und dem Weltwirtschaftsforum in Davos warten in der neuen Handelswoche zahlreiche potenzielle Impulsgeber auf Anleger. Dabei dürfte sich die Aufmerksamkeit neben der US-Notenbanksitzung insbesondere auf die laufende Berichtssaison richten.
Trump droht mit Strafzöllen – EU auch im Visier
Die erste Handelswoche unter der neuen Trump-Regierung liegt hinter Anleger. Dabei sorgten sich die Märkte insbesondere erneut durch die Einführung möglicherweise Strafzölle von Importen in die USA, wie etwa aus Mexiko, Kanada und China. Zudem warf Trump der EU auf dem alljährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos vor, keine landwirtschaftlichen Produkte und Autos aus den USA zu kaufen. Die Furcht vor möglichen Strafzöllen dürfte weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger schweben.
Auftragseingänge für langlebige Güter am Dienstag im Blick – US-Notenbanksitzung dürfte über Wohl und Wehe entscheiden
Am Dienstag rücken die Auftragseingänge für langlebige Güter in den Fokus (14:30 Uhr). Diese sind insofern von Bedeutung, da besagte Güter in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind und somit Hinweise über die Aktivität der US-Wirtschaft geben können.
Auch das Verbrauchervertrauen vom Conference Board (16:00 Uhr) gilt es zu beachten.
Zur Wochenmitte steht die erste US-Notenbanksitzung im Jahr 2025 im Blickpunkt der Anleger. Während der Zinsentscheid für 20:00 Uhr geplant ist, dürfte Fed-Chef Jerome Powell ab 20:30 Uhr vor die Öffentlichkeit treten.
Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit, welche gegen null tendiert (0,5 Prozent), dass es zu einer Zinssenkung kommt.
EZB-Sitzung dürfte auch für US-Anleger von Bedeutung sein
Von Interesse könnte auch sein, was die europäischen Währungshüter am Donnerstag entscheiden. Der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) steht für 14:15 Uhr auf der Agenda. Um 14:45 Uhr folgt die Pressekonferenz mit Christine Lagarde. Möglicherweise könnte die EZB ihren Zinssenkungszyklus weiter fortsetzen um den Einlagezinssatz für weitere 25 Basispunkte auf ein Niveau von 2,9 Prozent nach unten korrigieren.
US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag im Blick
Wichtige US-Preisdaten stehen um 14:30 Uhr auf dem Plan. Die Kernausgaben für den persönlichen Konsum können wichtige Inflationshinweise abgeben und somit in puncto Geldpolitik von Bedeutung sein.
Zudem dürfte neben den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe der Preisindex für das Bruttoinlandsprodukt Beachtung finden (14:30 Uhr).
Am Freitag runden neue Daten zum PCE-Deflator für die persönlichen Konsumausgaben aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders die Woche ab (14:30 Uhr).
Berichtssaison setzt sich mit Meta, Microsoft und Co weiter fort
In der Berichtssaison warten insbesondere zur Wochenmitte mit der geplanten Veröffentlichung der Zahlen von Meta, Microsoft und Tesla wichtige Highlights. Am Donnerstag berichten zudem etwa Apple und Intel.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



