Im Fokus der neuen Handelswoche dürften insbesondere die Quartalszahlen des Chipherstellers NVIDIA stehen. Nach dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole und den damit verbundenen Zinssenkungsfantasien der Anleger dürfte die US-Geldpolitik zudem ebenfalls weiterhin Thema bleiben. So könnten insbesondere neue US-Preisdaten wichtige Impulse liefern.
Jerome Powell gibt Startschuss für mögliche Zinssenkung auf Notenbanker-Treffen in Jackson Hole
„Es ist an der Zeit, die Geldpolitik anzupassen“, so Powell am vergangenen Freitag auf dem alljährlichen Treffen der wichtigsten Währungshüter im US-Bundesstaat Wyoming. Demnach hätten sich laut des Notenbank-Chefs die Inflationsrisiken reduziert, dass so die Zeit für Zinssenkungen gekommen sei. Folgerichtig sei die geldpolitische Richtung klar, allerdings seien Höhe und Abfolge weiterer Zinsschritte nicht fix, welche unter anderem auch von der Entwicklung der Konjunkturdaten abhängen würden.
„Meine Zuversicht ist gewachsen, dass die Inflation auf einem nachhaltigen Weg zurück zu zwei Prozent ist“, hieß es. Im Juli lag die Teuerungsrate bei 2,9 Prozent und damit allerdings weiterhin deutlich über der eigentlich angepeilten Zielmarke von 2,0 Prozent.
US-Daten dürften wichtige Impulse geben – Fed-Vertreter erneut im Blick
Wie es um die Aufträge langlebiger Güter bestellt ist, dürften bereits am Montagnachmittag (14:30 Uhr) neue Daten verraten. Da besagte Güter in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind, können diese eine wichtige Indikation über die US-Konjunktur abgeben.
Nach dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole stehen auch in dieser Woche wieder Reden durch Fed-Vertreter auf der Agenda. So kommt laut Plan am Dienstagmorgen Gouverneur Christopher Waller vor die Öffentlichkeit (07:15 Uhr).
Das Verbrauchvertrauen vom Conference Board (CB) steht am Dienstag um 16:00 Uhr im Fokus.
In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag (00:00 Uhr) sowie am späten Donnerstagabend (21:30 Uhr) kommt Raphael Bostic von der Atlanta-Fed jeweils zu Wort.
Ebenfalls dürften wie in den Wochen zuvor die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe von Bedeutung sein (14:30 Uhr), nachdem ein sonderbar schwacher US-Arbeitsmarktbericht zu Monatsbeginn die Rezessionssorgen verstärkt hatte und weltweit die Börsen auf Talfahrt geschickt hatte.
US-Preisdaten runden Handelswoche ab – NVIDIA könnte über Wohl und Wehe entscheiden
Als eine der wichtigsten Wirtschaftsdaten dürfte der im Fachjargon sogenannte „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben am Freitagnachmittag um 14:30 Uhr fungieren, welcher nicht zuletzt als wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Inflationsentwicklung angesehen werden kann.
Neue Zahlen zum Michigan-Verbrauchervertrauen runden die Handelswoche ab (16:00 Uhr).
In der Berichtssaison stehen zur Wochenmitte insbesondere die Zahlen von NVIDIA im Fokus der Anleger, welche nach US-Börsenschluss publik werden. Neben dem US-Giganten berichtet beispielsweise auch Salesforce. Am Donnerstag präsentiert Dell Technologies seine Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals.



