Nach dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole dürfte die Hoffnung auf zeitnahe Zinssenkungen in den USA eines der Gesprächsthemen am Markt bleiben. Doch wie lange die Freude über die jüngsten Zinssenkungsfantasien anhält, bleibt abzuwarten. Powell hatte Anleger am vergangenen Freitag in puncto US-Zinssenkungen ermutigt.
Die Unsicherheit über die Entwicklung im Ukraine-Russland-Konflikt könnte Marktteilnehmer früher oder später wieder einholen.
Ihre Schatten vorauswerfen dürfte zudem die Veröffentlichung der NVIDIA-Quartalszahlen.
Fed-Chef signalisiert mögliche Zinssenkung – US-Notenbank in heikler Lage
„Die Stabilität der Arbeitslosenquote und anderer Arbeitsmarktindikatoren ermöglicht es uns, vorsichtig vorzugehen, während wir eine Änderung unserer Geldpolitik in Erwägung ziehen“, so Powell im US-Bundesstaat Wyoming.
Erst am 17. September kommt die US-Notenbank Federal Reserve planmäßig wieder zusammen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.
Powell sagte zudem am vergangenen Freitag, dass der US-Arbeitsmarkt im Gleichgewicht zu sein scheine. „Es ist jedoch ein ungewöhnliches Gleichgewicht, das aus einer deutlichen Verlangsamung sowohl des Angebots an als auch der Nachfrage nach Arbeitskräften resultiert“. Zudem würde sich die Fed in einer heiklen Lage befinden. Die Unter Trump eingeführten Zölle würden sich zugleich auf die Teuerungsraten auswirken, sodass die Gefahr einer wiederholten Inflation bestehe.
Erwartung an diplomatische Lösung im Ukraine-Russland-Konflikt schwindet
Nach wie vor dürften die Entwicklungen im Ukraine-Russland-Konflikt für Gesprächsstoff sorgen. US-Präsident Donald Trump hatte die Erwartungen an eine rasche diplomatische Lösung zuletzt gedämpft. Eigenen Angaben zufolge werde er abwarten, ob es zu einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj komme.
Verschiedene Konjunkturdaten im Blick – Spannung vor US-BIP-Daten am Donnerstag
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders dürfte es am Dienstag mit den US-Auftragseingängen für langlebige Güter spannend werden (14:30 Uhr).
Auch neue Daten zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens sollten von Interesse sein (16:00 Uhr).
Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe gilt es insbesondere das US-Bruttoinlandsprodukt (annualisiert) im Auge zu behalten. Anleger dürften besagte Daten nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Persönliche Konsumausgaben dürften am Freitag geldpolitische Signale senden
Am Freitag könnte vor allem der Kern-PCE-Preisindex Beachtung finden (14:30 Uhr). Das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) rundet die Handelswoche um 16:00 Uhr ab.
Ausgang der NVIDIA-Quartalszahlen könnte mit über Wohl und Wehe entscheiden
Im Fokus der Marktteilnehmer dürften zur Wochenmitte die Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals von NVIDIA (ISIN: US67066G1040) stehen. Erwartet werde ein Anstieg des Gewinns pro Aktie um 48 Prozent bei einem Umsatz von 45,9 Milliarden Dollar.
NVIDIA

Quelle: TradingView
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



