In der neuen Handelswoche blicken Anleger neben den Entwicklungen in Sachen Grönland immer wieder auf wichtige Konjunkturdaten sowie die weiter an Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Nach der jüngsten Zoll-Androhung Trumps dürften Investoren möglicherweise wieder etwas vorsichtiger werden.
Zu beachten gilt, dass die Börsenpforten feiertagsbedingt (Martin Luther King Day) in den USA am heutigen Montag geschlossen bleiben.
Donald Trump droht mit Zusatzzöllen gegen Deutschland und weitere Länder
US-Präsident Donald Trump hat im Grönland-Konflikt gegen Deutschland als auch weitere Länder Zusatzzölle angedroht. Genannt wurden neben der Bundesrepublik Länder wie Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Trump hatte zuletzt abermals seinen Machtanspruch auf die Arktisinsel wiederholt und auch militärische Mittel nicht ausgeschlossen. Hingegen verwies die Europäische Union auf die Souveränität der Insel und wies die Machtansprüche des US-Staatsoberhauptes zurück.
Der Streit rund um Grönland dürfte Anleger in den kommenden Handelswochen womöglich weiter beschäftigen, zumal eine Einigung zwischen den USA und Grönland bzw. Dänemark und der NATO nicht in Sicht ist.
Konflikt im Iran könnte Anleger jederzeit wieder einholen – Unsicherheit dürfte bestehen bleiben
Auch der Konflikt im Iran könnte Anleger immer wieder beschäftigen. Trump hatte sich jüngst für einen Regierungswechsel im Iran ausgesprochen. Der oberste Führer der Republik hatte ihn als „Verbrecher“ bezeichnet. Der Iran hingegen hatte die USA vor den drastischen Folgen eines Angriffs auf Ajatollah Ali Chamenei gewarnt. „Jede Aggression gegen den obersten Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation“, so Peseschkian auf X.
Die geopolitischen Spannungen könnten Marktteilnehmer somit jederzeit wieder einholen.
BIP-Wachstumsrate und US-Preisdaten am Donnerstag im Fokus
Am Donnerstag rückt zunächst die Wachstumsrate (final/gegenüber dem Vormonat) zum US-Bruttoinlandsprodukt in den Fokus (14:30 Uhr).
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gilt es zur gleichen Uhrzeit zu beachten.
Die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben steht am Nachmittag auf der Tagesagenda (16:00 Uhr), welche wichtige geldpolitische Impulse hervorbringen könnte.
Einkaufsmanager am Freitag voraus – Berichtssaison könnte immer wieder für Impulse sorgen
Der Freitag steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung neuer Einkaufsmanager (S&P Global). Erwartet werden besagte Indizes für die Bereiche Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und „Gesamt“.
In der weiter an Fahrt aufnehmenden Berichtssaison richten sich am Dienstag die Blicke auf Netflix (ISIN: US64110L1061), am Mittwoch auf Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) sowie am Donnerstag auf Intel (ISIN: US4581401001).
Dow Jones Industrial Average Index




