Nach einer turbulenten Handelswoche dürfte es in den kommenden Tagen zumindest aus Sicht des Wirtschaftskalenders etwas entspannter zugehen. Doch mit äußerst schwachen Jobdaten vom vergangenen Freitag und den damit einhergehenden Konjunktursorgen könnte die Volatilität hoch bleiben. Ebenfalls im Blickpunkt steht abermals die laufende Berichtssaison. Auch die Entwicklungen im Handelsstreit sollten weiterhin mit Argusaugen beobachtet werden.
Schwacher US-Arbeitsmarktbericht sorgt für Wirbel – Trump entlässt Statistikchefin
Im Juli wurden außerhalb der US-Landwirtschaft lediglich 73.000 neue Stellen geschaffen und damit deutlich weniger als von Reuters befragte Ökonomen im Vorfeld geschätzt hatten (110.000). Im Mai und Juni wurden zudem 258.000 Stellen weniger geschaffen als zuvor mitgeteilt.
Trump schrieb auf seinem „Truth Social“ daraufhin: "Meiner Meinung nach wurden die heutigen Arbeitsmarktzahlen GEFÄLSCHT, um die Republikaner und MICH schlecht aussehen zu lassen." Der US-Präsident entließ daraufhin zudem die Chefin des Amtes für Arbeitsmarktstatistik.
Die Auswirkungen über die jüngsten Ereignisse könnten auch in der neuen Handelswoche weiter zu spüren sein.
China-Daten am Dienstag im Blick – ISM-Daten voraus
Wichtige Konjunkturdaten aus dm Reich der Mitte könnten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entsprechende Vorgaben für den Handel liefern. Erwartet wird um 03:45 Uhr der Caixin-Einkaufsmanagerindex (Dienstleistung).
Am Dienstag steht der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor im Fokus (16:00 Uhr).
Anleger dürften zur Wochenmitte auf Fed-Kommentare blicken
Nach der Fed-Notenbanksitzung aus der vergangenen Woche könnten zur Wochenmitte wieder geplante Reden durch verschiedene Fed-Vertreter auf Interesse stoßen. Neben Gouverneurin Lisa Cook und Susan Collins (Boston/20:00 Uhr) wird Mary Daly vom Notenbankableger aus San Francisco erwartet (22:10 Uhr).
Die Federal Reserve hatte am vergangenen Mittwoch zum fünften Mal in Serie das Leitzinsniveau unverändert gelassen. Anleger hoffen, dass der Währungshüter in der zweiten Jahreshälfte allerdings noch an den Zinsschrauben nach unten dreht.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und Inflationserwartungen (Uni Michigan) runden Handelswoche ab
Für gewöhnlich werden am Donnerstag die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung erwartet (14:30 Uhr). Insbesondere nach den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) vom vergangenen Freitag dürften besagte Daten spannend werden.
Auch eine Rede durch Raphael Bostic (Atlanta) könnte geldpolitische Impulse senden (16:00 Uhr).
Am Freitag stehen die Inflationserwartungen aus dem Hause der Uni Michigan auf der Agenda (16:00 Uhr).
Alberto Musalem (St. Louis) rundet die Handelswoche ab (16:20 Uhr).
Berichtssaison setzt sich mit Zahlen aus den zweiten und dritten Reihen weiter fort
In der weiterhin laufenden Berichtssaison könnten heute etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Palantir Technologies (ISIN: US69608A1088), am Mittwoch von McDonald’s (ISIN: US5801351017) und Walt Disney (ISIN: US2546871060) sowie am Donnerstag von Merck & Co (ISIN: US58933Y1055) interessant werden.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



