Nach dem US-Jobbericht vom vergangenen Freitag dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger in der neuen Handelswoche auf frische US-Inflationsdaten richten. Impulse aus der Eurozone könnten wiederum von der Europäischen Zentralbank kommen. Auf die Börsen wartet damit eine weitere Belastungsprobe, welche es ernst zunehmen gilt.
US-Arbeitsmarktdaten fallen uneinheitlich aus – Gemischte Gefühle bei Anlegern
Gemischte US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag dürften Marktteilnehmer auch in der ersten Wochenhälfte weiter beschäftigen. So wurden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft insgesamt 142.000 neue Jobs geschaffen und damit etwas weniger als erwartet (160.000). Gegenteilig sank die Arbeitslosenquote jedoch von zuletzt 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent. Möglicherweise sorgten die Jobdaten eher für Verunsicherung, anstatt die Zinssenkungsfantasien weiter zu untermauern. Ein XXL-Zinsschritt für die kommende Sitzung Mitte September scheint in diesem Zusammenhang alles andere als ausgemachte Sache zu sein.
Ökonomen erwarten deutlichen Rückgang der Teuerung – Zinssenkungsfantasien könnten an Fahrt aufnehmen
Während aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders am Montag sowie Dienstag wenigere relevante Termine auf der Agenda stehen, dürfte sich die Aufmerksamkeit der Investoren folgerichtig auf den Mittwoch richten, wenn um 14:30 Uhr neue US-Verbraucherpreisdaten publik werden. Die Inflationsdaten inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel könnten Erwartungen zufolge gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,60 Prozent angezogen haben und damit deutlich weniger stark als im Monat zuvor (2,90 Prozent).
EZB-Leitzinsentscheid dürfte auch an der Wall Street auf Interesse stoßen
Am Donnerstag könnten durch die EZB-Sitzung Impulse erfolgen. Für gewöhnlich verkündet der Währungshüter um 14:15 Uhr seinen Leitzinsentscheid. Erwartet wird, dass die EZB den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte auf ein Level von 4,00 Prozent senkt. Das Statement nebst Pressekonferenz gilt es ab 14:45 Uhr im Auge zu behalten.
Zwischen dem EZB-Leitzinsentscheid und der Pressekonferenz könnten jedoch frische US-Erzeugerpreise (14:30 Uhr) für Bewegung sorgen, welche in der Regel eine wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Inflationsentwicklung abgeben.
Auch die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe dürften zur gleichen Uhrzeit insbesondere nach der jüngsten Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts weiter von Interesse sein.
Am Freitag stehen last but not least vorläufige Daten zur Verbraucherstimmungssentiment aus dem Hause Michigan auf der Agenda (16:00 Uhr).



