Der Iran-Konflikt bleibt ungelöst, doch an den Finanzmärkten überwiegt weiterhin die Hoffnung. Während die politische Realität noch von offenen Fragen geprägt ist, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf einen möglichen Frieden zwischen dem Iran und den USA im Nahen Osten. Auch wenn der Weg zu einer Einigung lang und zäh erscheint, sehen Investoren darin ein Signal, dass die Tür für diplomatische Lösungen weiterhin offensteht. Die gestiegene Resilienz der Marktteilnehmer gegenüber geopolitischen Risiken trifft gleichzeitig auf eine scheinbar ungebrochene KI-Euphorie in den USA, die den Fokus immer wieder auf die Wachstumschancen von morgen statt auf die Risiken von heute lenkt.
Im Fokus der Anleger stehen zum Ende der Handelswoche die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls).
Iran-Konflikt weiterhin ungelöst – Kommt es zur Verlängerung der Waffenruhe?
Wie in den vergangenen Wochen dürften die Entwicklungen im geopolitischen Konflikt zwischen dem Iran und den USA entscheidende wichtige Impulse liefern.
Medienberichten zufolge sei Donald Trump mit dem bis dato abgestimmten Deal nicht zufrieden. Seit Tagen bemühen sich Washington und Teheran um ein Rahmenabkommen, welches eine Verlängerung der Waffenruhe vorsieht, die seit dem 8. April besteht. Auch weitere Verhandlungen soll es geben, hieß es. Fragezeichen bestehen weiterhin etwa hinsichtlich des Umgangs mit dem hochangereicherten Uran des Irans.
Trotz einer Waffenruhe haben sich beide Kriegsparteien zudem eigenen Angaben zufolge über das vergangenen Wochenende erneut angegriffen.
ISM-Index und EU-Inflationsdaten im Blick – „JOLTs“ und ADP-Daten könnten möglichen Vorgeschmack auf US-Jobdaten liefern
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wird bereits heute Nachmittag für 16:00 Uhr erwartet.
Erste Schätzungen zur Eurozonen-Inflation werden am Dienstag um 11:00 Uhr publik. Spannend dürften hier die Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Teuerungsentwicklung sein.
Einen ersten Vorgeschmack auf die „NFPs“ könnten die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey) abgeben (16:00 Uhr).
Besagte Zahlen beziehen auf die offenen Stellen, welche am letzten Werktag des Monats unbesetzt sind.
Am Mittwoch dürften zunächst die ADP-Beschäftigungsdaten wichtige Impulse und einen möglichen weiteren Appetizer auf die NFPs liefern (14:15 Uhr). Das Pendant zum ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich rückt zudem ebenfalls in den Blickpunkt (16:00 Uhr)
US-Arbeitsmarktdaten am Freitag voraus – Ökonomen erwarten Stelleneintrübung
Folgerichtig dürften am Freitag die US-Jobdaten am Freitagnachmittag wichtige Impulse liefern (14:30 Uhr).
Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der US-Landwirtschaft in Höhe von 85.000 Einheiten, nachdem im April noch insgesamt 115.000 neue Jobs geschaffen wurden.
Die Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,3 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat notieren.
Dow Jones Industrial Average Index




