Anleger dies- und jenseits des Atlantiks haben sich in den vergangenen Handelstagen insbesondere mit dem schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der Furcht vor einer möglichen US-Bankenkrise auseinandersetzen müssen. Konkret geht es dabei um regionale US-Geldhäuser, welche Probleme mit Krediten bekannt gemacht hatten. Auch mit dem Startschuss zur US-Berichtssaison sahen sich Investoren konfrontiert. Wegen des andauernden partiellen Stillstands der US-Regierung fiel der Wirtschaftsdatenkalender abermals äußerst mau aus.
DAX
Unsicherheit wegen regionalen US-Banken
Für den DAX ging es am Freitag bereits unter die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke. Der Handelsstreit trifft die Realwirtschaft, die Krise kleinerer regionalen US-Banken trifft das Vertrauen. Beides zusammen wirkt wie ein toxischer Cocktail an den Märkten. Sollte sich die Lage bei den Regionalbanken weiter verschärfen oder der Handelskonflikt eskalieren, droht weiteres Ungemach. Anleger fürchten ein Déjà-vu. Bereits vor einer Woche hatte US-Präsident Donald Trump Investoren auf dem falschen Fuß erwischt.
Bis dato keine Lösung im Zollstreit zwischen Washington und Peking
Auch der Handelsstreit zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt hat Anleger in dieser Woche einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor einer Woche hatte der US-Präsident zusätzliche Zölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische Importe angekündigt und damit die Märkte weltweit in Aufruhr versetzt. Als Hintergrund fungierte die Ankündigung Pekings, den Export von Technologien in Verbindung mit Seltenen Erden strenger kontrollieren zu wollen.
Am Sonntag und damit nur zwei Tage später schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut. Der hoch respektierte Präsident Xi hat nur einen schlechten Moment gehabt“, so Trump. Xi wolle „keine Depression“ für sein Land und er selbst auch nicht, hieß es weiter. Peking sprach indes von einer sogenannten „Doppelmoral“.
ZEW fällt schwächer aus als gedacht – Aber leichte Verbesserung gegenüber dem Vormonat
Der ZEW-Index fiel mit 39,3 Punkten schwächer aus als im Vorfeld erwartet (40,5 Punkte), allerdings besser gegenüber dem Vormonat (37,3 Punkte). Die Einschätzung für das aktuelle Lagebild in der Konjunktur sank indes weiter. Mit minus 80 Zählern lag der Lageindikator für die Bundesrepublik 3,6 Punkte unter dem Vormonatswert.
Veröffentlichung der US-Inflationsdaten ist für kommenden Freitag geplant
Eigentlich hätten am Mittwoch die US-Inflationsdaten veröffentlicht werden sollen, welche wegen des anhaltenden „Government Shutdowns“ in den USA allerdings ausgefallen waren. Besagte Daten sollen kommenden Freitag (24.10.2025) publiziert werden.
„Beige Book“ bringt keine neuen Erkenntnisse hervor - EU-Inflation zieht im September an
Am späten Mittwochabend kam es allerdings noch zur Veröffentlichung des Fed-Konjunkturberichts „Beige Book“, welcher aber unter dem Strich keine neuen Erkenntnisse hervorbrachte. So habe sich die Konjunktur in den USA in den letzten Wochen kaum verändert. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weitgehend stabil, hieß es von der Fed.
Für Gesprächsstoff dürften zudem die heute veröffentlichten EU-Inflationsdaten gesorgt haben. Die Teuerung in der Eurozone ist laut des Statistikamts Eurostat im September um 2,2 Prozent gestiegen (im Vergleich zum Vorjahresmonat), welche damit über der Zielmarke von 2,0 Prozent notiert.
Dow Jones Industrial Average Index
US-Banken stützen zwischenzeitlich mit starken Zahlen
In der Berichtssaison konnten etwa Morgan Stanley (ISIN: US6174464486) als auch die Bank of Amercia (ISIN: US0605051046) für das dritte Quartal dank guter Geschäfte im Investmentbanking Gewinnsprünge vermelden. Der Nettogewinn in den Reihen Morgan Stanleys konnte um rund 45 Prozent auf 4,6 Prozent zulegen. Die Bank of America meldete ein Plus des Gewinn von 23 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar.
Morgan Stanley

Bank of America






