Die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks waren auch in den vergangenen Handelstagen verstärkt im Würgegriff der Ölpreise und der Anleiherenditen. Beide zusammen bestimmen derzeit die Sauerstoffzufuhr der Aktienmärkte. Trotz eines impulsarmen Wirtschaftskalenders gab es punktuell wie etwa mit Einkaufsmanagern als auch den Fed-Mitschriften immer wieder wichtige Signale. Nun dürften die Märkte verstärkt auf die in den USA an Fahrt aufnehmende Berichtssaison blicken.
DAX

ISM-Einkaufsmanager für verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistung bleiben über Wachstumsschwelle von 50 Punkten
Der ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor fiel den Daten vom Montag zufolge mit 54,9 Punkten etwas schlechter aus als gedacht (55 Punkte), nachdem Ökonomen im Vorfeld mit 55,4 Punkten gerechnet hatten.
Die Stimmung im US-Verarbeitenden Gewerbe lag hingegen bei 54,5 Punkten und damit ebenfalls unter den Erwartungen (55 Punkte). Besagte Daten wurden bereits in der Woche zuvor veröffentlicht. Beide Werte liegen aber nach wie vor über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Dow Jones Industrial Average Index

Zinspause auf Oktober-Sitzung weiterhin möglich – Protokolle zeigen Uneinigkeit in den Reihen der Fed
Laut “Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen derzeit 80,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause auf der Sitzung am 28. Oktober und 19,4 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Vor einer Woche hatten noch 22,1 Prozent mit einer entsprechenden Zinserhöhung gerechnet.
Die am späten Mittwochabend veröffentlichten Fed-Protokolle haben die Uneinigkeit in den Reihen der Fed über die Teuerung, Wirtschaftslage und den zukünftigen geldpolitischen Kurs aufgezeigt. Die Mitglieder hatten gegensätzliche Argumente für die Zinserhöhung dargelegt. Während die eine Seite tendenziell proaktiv vorging, sieht die andere Seite darin einen Kurswechsel zu einer restriktiveren Geldpolitik.
Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bleiben stabil – Verbrauchervertrauen im Blick
Hingegen sind die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um lediglich 2.000 Einheiten auf 197.000 zurückgegangen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag kommunizierte. Fachleute hatten im Mittel mit 200.000 Anträgen gerechnet. Zugleich wurde der Wert aus der Vorwoche um 2.000 auf 199.000 Einheiten nach oben revidiert. Unter dem Strich bleiben die Erstanträge damit auf einem eher niedrigen Level, was nicht zuletzt auf einen stabilen Arbeitsmarkt hinweisen könnte.
Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) war für den Monat September allerdings deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Auch die Arbeitslosenquote kletterte um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent an.
Zum Wochenabschluss warten auf Anleger noch vorläufige Daten zum Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) um 16:00 Uhr.



