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Wochenrückblick DAX und Wall Street: KI- und Zinssorgen bewegen

In den vergangenen Handelstagen stand abermals die KI-Thematik im Blickpunkt der Anleger.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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23.10.2026, 11:30 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 23.10.2026, 12:48 Uhr

Schwelende Nahostrisiken, eine unklare geldpolitische Marschroute und kritisch hinterfragte KI-Bewertungen halten die Aktienindizes in einer Nebelkiste gefangen und lassen eine klare Orientierung vermissen. Von einem Goldenen Herbst kann nach wie vor nicht die Rede sein. Die Anleger agieren weiterhin mit angezogener Handbremse, getrieben von Zinssorgen und den ambitionierten Erwartungen im KI-Sektor. Ohne festen Orientierungspunkt fehlt Anlegern in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken und Zinserwartungen sowie KI-Fantasien der rote Faden. Auch die Berichtssaison lieferte zwischenzeitlich immer wieder nicht eindeutige Impulse.

DAX

Chinesische Konjunkturdaten liefern Rückenwind

Bereits zu Wochenbeginn lieferten verschiedene Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte Lichtblicke. So lag die BIP-Wachstumsrate im Jahresvergleich mit 4,5 Prozent höher als im Vorfeld gedacht (4,4 Prozent). Auch die Industrieproduktion präsentierte sich mit einem Plus im Vergleich zum Vorjahr besser als erwartet (0,5 Prozent). Last but not least konnte auch die Einzelhandelsumsätze mit 1,1 Prozent fast doppelt so stark zulegen wie erwartet.

ZEW-Index für Konjunkturerwartungen fällt erstmals seit fünf Monaten

Erstmals seit fünf Monaten ist der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen wieder gefallen. Im Oktober fiel dieser um 6,6 Punkte auf 28,1 Einheiten. Als Gründe wurden neben hohen Energiepreisen ein schwacher Konsum genannt. „Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst“, hieß es von ZEW-Präsident Achim Wambach.

Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken überraschend

Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe aus der vergangenen Woche waren mit 194.000 Einheiten unter den Erwartungen geblieben (200.000), wie aus am Donnerstagnachmittag publizierten Daten hervorging. Zu Beginn des Monats war der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) für den Monat September schwächer ausgefallen als gedacht. Für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) spielt die Entwicklung des Jobmarkts eine zentrale Rolle in Bezug auf geldpolitische Entscheidungen. Kommende Woche Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über das zukünftige Leitzinsniveau.

Einkaufsmanager im Blick – Impulse dies- und jenseits des Atlantiks denkbar

Die Einkaufsmanager aus dem Hause S&P Global für den deutschen Sektor gaben insgesamt ein gemischtes Bild ab. Während der Index für das verarbeitende Gewerbe besser ausfiel als gedacht, lagen der Gesamtindex als auch der Dienstleistungsbereich unter den Schätzungen.

Die europäische Seite konnte die Erwartungen allesamt nicht erfüllen.

Am heutigen Freitag blicken Anleger zudem noch auf die Pendants für die US-amerikanische Seite (15:45 Uhr).

Dow Jones Industrial Average Index

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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