Von unbeschwerter Sommer-Sorglosigkeit kann an den Märkten weiterhin keine Rede sein. Das Börsenfahrwasser bleibt angesichts des Nahostkonflikts, wachsender KI-Zweifel und geldpolitischer Unwägbarkeiten rau. Die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Teheran schüren die Sorge vor neuen Belastungen für die Weltwirtschaft, während Anleger zugleich die hohen Bewertungen vieler KI-Unternehmen zunehmend kritisch hinterfragen. Zwar haben die Börsen inzwischen eine gewisse Resilienz gegenüber dem permanenten Krisenrauschen im Nahen Osten entwickelt, doch eine anhaltende Eskalation könnte die Risikobereitschaft der Investoren jederzeit wieder dämpfen.
Im Fokus der Anleger standen neben den Entwicklungen im Nahen Osten die geldpolitische Entscheidung der EZB sowie die Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks.
DAX

Iran-Konflikt beschäftigt Anleger nach wie vor: Unsicherheit über steigende Energiepreise
Auch in den vergangenen Tagen hat der Iran-Konflikt Anleger rund um den Globus beschäftigt. Eigenen Angaben zufolge habe das US-Militär die 13. Nacht in Folge militärische Ziele im Iran angegriffen. Die damit im Zusammenhang stehenden Sorgen vor weiter anhaltenden Angriffen bzw. einer Verschärfung der militärischen Eskalation dürfte zulasten der Risikobereitschaft gehen.
ZEW-Index deutlich besser als gedacht - EZB mit Zinspause
Der ZEW-Index konnte am Dienstag mit 26,3 Punkten die im Vorfeld getätigten Erwartungen in Höhe von 18 Zählern deutlich übertreffen, nach 10,5 Punkten im Vormonat. Das Reformpaket durch die Bundesrepublik dürfte die Erwartungen nach oben gezogen haben.
Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den sogenannten Einlagezinssatz bei 2,25 Prozent und damit unverändert belassen. Die Entscheidung über die Pause war in den Reihen der EZB einstimmig ausgefallen. Zugleich könnte der Währungshüter allerdings auf der September-Sitzung erneut an den Zinsschrauben nach oben drehen und sich damit gegen die anhaltend hohe Teuerung angesichts des Iran-Kriegs und den damit im Zusammenhang ansteigenden Energiepreisen wehren.
GfK-Konsumklima unter den Erwartungen - Einkaufsmanager (S&P Global) besser als gedacht
Am heutigen Freitagmorgen wurden zudem bereits neue Daten zum GfK-Konsumklima publik, welche mit minus 29,6 Punkten die Erwartungen in Höhe von minus 28,5 Einheiten nicht übertreffen konnten, nach minus 29,3 Einheiten zuvor.
Erste Schätzungen zu den deutschen und europäischen Einkaufsmanagern (S&P Global) für das verarbeitende Gewerbe, Dienstleistung und Gesamt fielen allesamt besser aus als gedacht. Die Pendants für die US-amerikanische Seite stehen abschließend um 15:45 Uhr auf der Agenda, welche die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftskalenders abrunden.
Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks nimmt weiter an Fahrt auf
In den vergangenen Tagen hatten neben zahlreiche US-Schwergewichten auch erste deutsche Unternehmen aus der ersten Börsenliga ihre Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals präsentiert. In der Berichtssaison stehen heute in den USA noch die Zahlen von American Express (ISIN: US0258161092) im Blickpunkt.
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