Auch am Dienstag bleibt der DAX wie am Vortag unter Druck. Nach der jüngsten Rekordjagd sind die Anleger zwischen hohen Bewertungen und veränderten Zinsperspektiven auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht. Ein Mix aus geopolitischem Glatteis, geldpolitischen Fragezeichen und neuen Energiepreisspitzen zwingt Investoren zum Abstieg, um wieder festen Tritt zu fassen. Anleger befinden sich irgendwo zwischen Gewinnmitnahmen und der Erwartung, dass die Kurstreiber der vergangenen Tage weiter vorhanden bleiben. Im Fokus der kommenden Tage stehen dabei insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten.
DAX

Mögliche Diplomatie im Iran-Konflikt – Unsicherheiten dürften aber bestehen bleiben
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte im nach wie vor festgefahrenen Konflikt mit den Vereinigten Staaten abermals Bereitschaft zur Diplomatie signalisiert. Voraussetzung dafür sei, dass die USA zu den im Juni vereinbarten Verpflichtungen zurückkehren würden. Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich beide Parteien im Juni auf ein Rahmenabkommen zu Beilegung des Krieges geeinigt.
Zu Wochenbeginn hatte sich beide Seiten erstmals seit Wochen wieder militärisch attackiert.
ISM-Einkaufsmanager in den USA im Fokus – Erster Vorgeschmack auf NFPs durch JOLTs und ADP-Daten
Der Wirtschaftsdatenkalender bietet in dieser Woche einige potenzielle Impulsgeber. Auf US-amerikanischer Seite wird heute der ISM-Einkaufsmanagerindex erwartet (16:00 Uhr).
Auch die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey) könnten erste Impulse in Bezug auf den US-Arbeitsmarkt liefern sowie die ADP-Beschäftigungsdaten am Mittwoch (14:15 Uhr).
Am Donnerstag folgt das Pendant ISM-Einkaufsmanager zum Servicesektor (16:00 Uhr).
US-Arbeitsmarktdaten: Ökonomen erwarten Stellenplus für August
Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) folgt am Freitag um 14:30 Uhr und dürfte geldpolitische Hinweise liefern. Ökonomen erwarten derzeit ein Stellenplus außerhalb der US-Landwirtschaft in Höhe von 58.000 Einheiten, nachdem im Juli ein Minus von 23.000 Einheiten ausgewiesen wurde. Die Arbeitslosenquote dürfte schätzungsweise bei 4,1 Prozent und damit unverändert gegenüber dem Vormonat notieren.



