Die wachsende Sorge vor einer Wiederaufnahme der militärischen Eskalation im Iran-Konflikt dürfte zu Wochenbeginn Marktteilnehmer verstärkt umtreiben. Die Anleger könnten von einem Cocktail aus geopolitischen Risiken, Inflationsängsten und Zinssorgen ausgebremst werden.
Zusätzlicher Gegenwind droht zudem vom Ölmarkt. Die jüngsten Ölpreisspitzen nähren neue Inflationsängste und belasten damit die allgemeine Zinssenkungsfantasie.
Neben der Veröffentlichung der Fed-Mitschriften dürfte insbesondere die erwartete Publikation der Quartalszahlen des KI-Chipherstellers NVIDIA ihre Schatten vorauswerfen.
Trump ruft Teheran zu Abkommen auf – Geopolitische Risiken nehmen wieder zu
US-Präsident Donald Trump hat den Iran erneut zu einem Abkommen aufgerufen. „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben“, schrieb Trump via Truth Social.
Bereits Anfang April hatte der US-Präsident Teheran ähnlich gedroht. Nur einen Tag später war allerdings eine Waffenruhe in Kraft getreten.
Insbesondere nach dem Trump-Xi-Gipfel aus der vergangenen Woche dürfte die geopolitische Unsicherheit damit weitergehen. Auch in Peking konnte kein entscheidender Impuls für eine Entspannung hervorgebracht werden. Anleger hatten gehofft, dass China als möglicher Vermittler im Iran-Konflikt fungieren und zu einem Friedensabkommen beitragen könnte. Insbesondere die de facto Blockade der Straße von Hormus dürfte Anlegern Sorgenfalten bereiten.
Fed-Mitschriften am Mittwoch im Blick – Geldpolitik könnte wieder verstärkt Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Zur Wochenmitte rücken die sogenannten „FOMC-Minutes“ in den Blickpunkt (20:00 Uhr), welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten.
In diesem Zusammenhang dürften die geldpolitischen Entwicklungen wieder verstärkt im Fokus stehen, zumal die Inflations- und Zinssorgen angesichts des andauernden Iran-Konflikts ohnehin nicht vom Tisch sind.
Bereits am 17. Juni will die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das nächste Mal über das zukünftige Leitzinsniveau entscheiden. Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen 99,1 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 0,9 Prozent mit einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts.
Einkaufsmanager und wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe am Donnerstag im Blick
Einkaufsmanager aus dem Hause S&P Global für die Sektoren des verarbeitenden Gewerbes, Dienstleistung und „Gesamt“ rücken am Donnerstag in den Fokus.
Für gewöhnlich werden auch am Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe publik (14:30 Uhr).
Berichtssaison voraus: Alle Augen auf die NVIDIA-Zahlen
In der Berichtssaison stehen am Dienstag etwa die Zahlen von Home Depot (ISIN: US4370761029), am Mittwoch von NVIDIA (ISIN: US67066G1040) sowie am Donnerstag von Deere & Co (ISIN: US2441991054), Nio (ISIN: KYG6525F1028) und Walmart (ISIN: US9311421039) im Fokus.
Dow Jones Industrial Average Index

Ölpreis (West Texas Intermediate)




