Die Aktienmärkte befanden sich auch in den vergangenen Handelstagen weiterhin im Spannungsfeld zwischen militärischer Eskalation und diplomatischen Bemühungen. Nun fürchten Anleger eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA. An den Märkten herrscht derzeit ein "Katz-und-Maus-Spiel" zwischen Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte und der Sorge vor einer erneuten militärischen Eskalation.
Vom Iran-Krieg temporär abgelenkt wurden Anleger durch die Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks. Zum Wochenabschluss blicken Anleger auf die Publikation neuer US-Jobdaten.
DAX

Nahost-Konflikt: USA und Iran attackieren sich in Straße von Hormus
Die geopolitischen Entwicklungen zwischen dem Iran und den USA lassen Investoren nach wie vor nicht los. Beide Kriegsparteien hatten sich jüngst in der Straße von Hormus gegenseitig attackiert. Laut US-Angaben würde man allerdings weiterhin an der Waffenruhe festhalten.
Seit rund einem Monat besteht die Feuerpause im Nahostkonflikt. Die militärischen Spannungen gelten jedoch weiterhin als äußerst hoch. Ob es zu einer diplomatischen Lösung zwischen Washington und Teheran kommt, bleibt fraglich.
ISM-Einkaufsmanager für Dienstleistung enttäuscht – ADP-Daten etwas höher als erwartet
Der ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor konnte die im Vorfeld getätigten Erwartungen (53,7 Punkten) mit insgesamt 53,6 Zählern nicht erfüllen, nachdem im Vormonat noch 54 Zähler ausgewiesen wurden.
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) lagen mit 6,887 Millionen offenen Stellen über den Erwartungen von 6,83 Millionen Einheiten, nach 6,88 Millionen im Vormonat.
Die ADP-Beschäftigungsdaten notierten mit 109.000 Einheiten über den Schätzungen (99.000), nach 61.000 Stellen im März. Die Entwicklung der Beschäftigung im US-Privatsektor könnte als erster Vorgeschmack auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten fungieren.
US-Jobdaten niedriger erwartet im Vergleich zum Vormonat – Geldpolitische Signale denkbar
Im Fokus stehen heute Nachmittag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) um 14:30 Uhr. Ökonomen erwarten ein Plus von 62.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im Vormonat noch 178.000 neue Stellen geschaffen wurden.
Die US-Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,3 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum März liegen.
Auch vorläufige Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Michigan gilt es im Auge zu behalten (16:00 Uhr).
Berichtssaison lenkt Anleger temporär von geopolitischen Sorgen ab
Ebenfalls im Blick stand in dieser Woche weiterhin die Berichtssaison. Hierzulande berichtete etwa der Automobilkonzern Continental (ISIN: DE0005439004). So sank der Umsatz um von 4,9 auf 4,4 Milliarden Euro zurück, hieß es vom Reifenhersteller. Hintergrund dafür sei insbesondere der Kauf von Unternehmensanteilen, hieß es weiter.
Das EBIT (bereinigt) stieg um rund 6 Prozent auf 522 Millionen von 492 Millionen Euro. „Operativ sind wir gut in das Jahr gestartet“, so Vorstandschef Christian Kötz laut Mitteilung. Zugleich wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt.
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