Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ungelöst und sorgen damit für eine anhaltende Phase der Unsicherheit. Ein festgefahrenes Tauziehen zwischen beiden Seiten hält Anleger hierzulande zurück und die Märkte in der Schwebe. Marktteilnehmer reagieren entsprechend zurückhaltend und vermeiden das Risiko. Investoren bewegen sich derzeit im Spannungsfeld zwischen diplomatischen Signalen und erneuten Eskalationsrisiken. Solange kein klarer politischer Fahrplan erkennbar ist, bleibt das Umfeld fragil. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs machen sich zusehends in wichtigen deutschen Wirtschaftsdaten bemerkbar.
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Iran-Konflikt lässt Anleger nicht los – Friedensverhandlungen lassen vorerst auf sich warten
Der geopolitische Konflikt zwischen dem Iran und den USA hält Anleger insbesondere hierzulande weiter in Atem. Die Situation im Nahen Osten gilt weiterhin als festgefahren und das trotz der jüngsten Verlängerung der Waffenruhe durch Donald Trump vom vergangenen Mittwoch. Ob es zu einer zweiten Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington kommt, ist nach wie vor offen.
ZEW-Index fällt deutlich schlechter aus als gedacht
Der ZEW-Index sorgte bereits am Dienstag in Frankfurt am Main für Unbehagen. Mit minus 17,2 Punkten fiel dieser deutlich schlechter aus als erwartet (-5 Punkte), nach minus 0,5 Zählern im Vormonat.
„Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus“, so ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse“.
In den USA konnten die US-Einzelhandelsumsätze mit 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat stärker anziehen als erwartet (1,4 Prozent). Im Vergleichszeitraum zuvor waren diese lediglich um 0,7 Prozent angestiegen.
ifo-Geschäftsklimaindex fällt auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren
Der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex konnte die im Vorfeld durch Ökonomen getätigten Schätzungen nicht erreichen (85,5 Punkte). Mit 84,4 Einheiten lag besagter Index zudem auch unter dem Vormonatswert (86,3 Punkte). „Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin“, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest. Monatlich befragt das in München ansässige Unternehmen rund 9.000 Führungskräfte deutscher Unternehmen im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage. So würden die Folgen des Irankriegs die deutsche Wirtschaft hart treffen, hieß es.
SAP: Starkes Cloudgeschäft beflügelt Umsatz
Dank eines starken Cloudgeschäfts hat Europas größter Softwarehersteller SAP (ISIN: DE0007164600) überraschen können. Insgesamt kletterte der Umsatz des Konzerns im Jahresvergleich um sechs Prozent auf rund 9,6 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Cloudsoftware stiegen um rund 19 Prozent an. SAP verwies jedoch im Quartalsbericht darauf, dass die positive Entwicklung vom Jahresanfang nicht ohne Weiteres anhalten werde. So werde sich das Wachstum bei den Erlösen im Cloud-Geschäft voraussichtlich abschwächen, hieß es.
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