Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten nebst Inflationswerte für die Vereinigten Staaten sowie der EZB-Notenbanksitzung. Vor den anstehenden Weihnachtsfeiertagen haben sich Anleger dies- und jenseits des Atlantiks allerdings nicht mehr aus der Reserve locken lassen. Insbesondere die Unsicherheit der zukünftigen US-Geldpolitik dürfte zulasten des Risikoappetits gegangen sein.
DAX
US-Arbeitsmarkt schwächt sich weiter ab – Arbeitslosenquote im November auf höchsten Stand seit vier Jahren
Am Dienstag wurden nachträglich die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für die Monate Oktober und November publik. Wegen des 43-tägigen Haushaltsstreits konnten besagte Daten erst mit Verzögerung veröffentlicht werden.
Im Oktober wurden außerhalb der Landwirtschaft insgesamt 105.000 Stellen abgebaut, im November allerdings 64.000 neue Stellen geschaffen. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote lag im vergangenen Monat bei 4,6 Prozent und damit so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr. Die Quote für den Oktober konnte nicht mehr ermittelt werden.
Gleichzeitig wurden die Werte für August und September nach unten revidiert. So wurden im September 11.000 Einheiten weniger kreiert als im Vorfeld angenommen. Im August gingen 22.000 Stellen mehr verloren als bereits befürchtet.
ifo-Index trübt sich den zweiten Monat in Folge ein – EZB lässt Leitzins unverändert
Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im Dezember und damit den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex lag mit 87,6 Punkten unter den Erwartungen (88,2 Punkte), nach 88 Zählern im Vormonat. Monatlich befragt das in München ansässige Institut rund 9.000 Führungskräfte.
Am Donnerstag war es die zunächst der EZB-Leitzinsentscheid, welcher Anleger verstärkt beschäftigte. Wie erwartet beließ der europäische Währungshüter den sogenannten Einlagenzins bei 2,0 Prozent. „Wir sind in einer guten Position, aber das bedeutet nicht, dass wir statisch sind“, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der anschließenden Pressekonferenz. „Wir sind demütig, denn die Unsicherheit ist immer noch groß“, hieß es weiter. Die Inflation in der Eurozone lag im November bei 2,1 Prozent.
US-Inflation geht deutlich zurück – Zinssenkungsfantasien in den USA dürften etwas angezogen haben
Für Aufsehen sorgten am Donnerstag zudem auch die US-Verbraucherpreisdaten, welche um 2,7 Prozent im Vergleich zum Jahresmonat anstiegen, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte, welche im Vorfeld von Reuters befragt wurden, hatten mit einer Rate von 3,1 Prozent gerechnet. Die Kernrate, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, lag bei 2,6 Prozent.
In diesem Zusammenhang könnten die Zinssenkungsfantasien in den Vereinigten Staaten etwas angezogen haben.
Bereits heute morgen mussten Anleger hierzulande neue Daten zur GfK-Verbraucherstimmung verarbeiten. Besagter Index fiel mit -26,9 Punkten deutlich schlechter aus als gedacht (-23,2 Punkte), nach -23,4 Zählern im Monat zuvor.
Abschließend stehen in den USA die finalen Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause der Uni Michigan auf der Agenda (16:00 Uhr).
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