Die vergangenen Handelstage waren abermals geprägt durch geldpolitische Entwicklungen und der Hoffnung auf Entspannungssignale im Ukraine-Russland-Konflikt.
Allerdings blieben die Börsenpforten an der Wall Street feiertagsbedingt wegen „Thanksgiving“ am Donnerstag geschlossen, sodass es am heutigen Freitag ebenfalls zu überschaubaren Impulsen kommen dürfte, zumal lediglich nur einen halben Tag in den USA gehandelt wird.
DAX
Anleger hoffen auf Ende des Ukraine-Russland-Konflikts
Für Gesprächsstoff sorgte zu Beginn der Woche immer wieder die Aussicht auf eine Annäherung in den Verhandlungen rund um die Ukraine. Die USA als auch die Ukraine seien sich ukrainischen Angaben zufolge über die wichtigsten Fragen in Sachen US-Friedensplan einig geworden. Russland wolle den Entwurf in der kommenden Woche erörtern, hieß es.
Ob es zu einem tatsächlichen Ende des geopolitischen Konflikts kommt, bleibt weiterhin abzuwarten. Die Hoffnung auf ein Ende des Krieges könnte jedoch den Risikoappetit tendenziell erhöhen.
Nach Kommentaren durch Fed-Vertreter: US-Zinssenkungsfantasien nehmen kräftig an Fahrt auf
Interessanterweise notiert die Chance für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der finalen Fed-Notenbanksitzung laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group wieder bei 84,7 Prozent, nach 71 Prozent von vor einer Woche. Die Chance für eine Zinspause liegt bei 15,3 Prozent.
Mit ausschlaggebend für die wieder an Fahrt aufnehmenden Zinssenkungsfantasien dürften Aussagen durch Fed-Gouverneur Christopher Waller gewesen sein. Waller hatte am Montag gegenüber Fox Business laut Angaben von Reuters gesagt, dass er sich für eine Zinssenkung auf der Dezember-Sitzung einsetzen wolle.
Bereits heute vor einer Woche hatte John Williams von dem Notenbankableger aus New York Raum für eine weitere Anpassung nach unten signalisiert.
ifo-Index: Erholung der Wirtschaft nicht in Sicht
Publik wurde am Montag zunächst der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex, welcher mit 88,1 Punkten im November überraschend nach 88,4 Zählern im Oktober zurückging. Nachdem die Unternehmen zuletzt etwas optimistischer auf ihre Lage blickten, bewerteten diese die Aussicht skeptischer als im Monat zuvor. Erwartet wurde im Vorfeld ein leichter Anstieg.
Zur Wochenmitte und damit einen Tag vor „Thanksgiving“ wurden zudem die US-Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht, welche zwar gegenüber dem Vormonat stärker anstiegen als erwartet (0,3 Prozent), allerdings deutlich unter dem Vormonatsniveau geblieben waren (3,0 Prozent).
„Thanksgiving“ in den USA: Wall Street blieb geschlossen
Der Donnerstag stand hierzulande an einem wegen des US-Börsenfeiertags überschaubaren Handelstag im Zeichen des GfK-Verbrauchervertrauens. Mit -23,2 Punkten fiel die Verbraucherstimmung für den Monat Dezember so hoch aus wie im Vorfeld von Ökonomen erwartet. Für eine leichte Verbesserung sorgte ein Plus bei der Anschaffungsneigung und der wiederholte Rückgang der Sparneigung.
Am Nachmittag gilt es abschließend für diese Woche die vorläufigen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland zu beachten (14:00 Uhr).
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