Die Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Russland-Konflikts und die wieder an Fahrt aufnehmenden US-Zinssenkungsfantasien könnten Anleger in der zweiten Wochenhälfte wieder zurück an den Aktienmarkt locken.
Zu beachten gilt, dass am Donnerstag die Wall Street wegen „Thanksgiving“ geschlossen bleibt und am Freitag nur den halben Tag in den USA gehandelt wird, sodass Impulse aus Übersee Mangelware bleiben dürften.
DAX
Ukraine-Russland-Konflikt: Geopolitische Entspannungssignale beflügeln
Am heutigen Mittwoch wollen die Außenminister der EU-Staaten in einer Videokonferenz über den weiteren Werdegang in puncto Konflikt beraten. US-Präsident Donald Trump hatte jüngst von einem in Aussicht gestellten Zieldatum (Donnerstag) für ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland einen Rückzieher gemacht.
Vertreter aus den USA, der Ukraine und verschiedener EU-Staaten hatten bereits am Sonntag in der Schweiz über einen sogenannten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges beraten, den die USA präsentiert hatten.
US-Geldpolitik dürfte Dauerbrenner bleiben – Fed-Vertreter nähren Zinssenkungsfantasien
Wie in den vergangenen dürften die Fragezeichen über die zukünftige Ausgestaltung eines der zentralen Gesprächsthemen am Markt bleiben. Nachdem zu Beginn der letzten Woche die gedämpften Zinssenkungsfantasien als Belastungsfaktor fungierten, war es Fed-Notenbanker John Williams (New York), welcher am Freitag die Hoffnung auf einen Zinsschritt am 10. Dezember 2025 zurückholte. Williams sagte, dass die Fed die Zinsen „in naher Zukunft“ senken könne, ohne ihr Inflationsziel zu gefährden. Zu Wochenbeginn gaben Äußerungen eines weiteren Fed-Vertreters mit Gouverneur Christopher Waller ebenfalls einen zusätzlichen Nährboden. Seiner Meinung nach würden die vorhandenen Daten daraufhin deuten, dass der US-Jobmarkt schwach genug für einen Zinsschritt in Höhe eines Viertelprozentpunkts sei.
Nach den Sorgen aus der vergangenen Handelswoche rund um ein mögliches Platzen der KI-Blase könnte die Zuversicht auf eine Fortsetzung des Hypes ebenfalls wieder Rückenwind geben.
Zinssenkung laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group im Dezember wieder wahrscheinlicher
Zuletzt hatte das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group mit rund 85 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am 10. Dezember signalisiert. Vor einer Woche hatte besagte Chance noch bei rund 50 Prozent gelegen.
GfK-Verbrauchervertrauen, deutsche Einzelhandelsumsätze und Inflationsdaten im Blick
Das sogenannte GfK-Verbrauchervertrauen wird am Donnerstag für 08:00 Uhr erwartet.
Ebenfalls auf dem Plan steht das Verbrauchervertrauen als auch der Geschäftsklimaindex für die Eurozone (11:00 Uhr).
Am Freitag rücken zunächst hierzulande die Einzelhandelsumsätze und am Nachmittag die vorläufigen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland auf die Agenda (14:00 Uhr).



