In den vergangenen Handelstagen waren es abermals die Diskussionen rund um die US-Geldpolitik, welche Anleger umtrieben. Neben einer tendenziell hawkishen Powell-Rede sahen sich Anleger insbesondere mit robusten Konjunkturdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt konfrontiert.
Zum Wochenabschluss dürfte sich die Aufmerksamkeit noch auf wichtige US-Preisdaten richten, welche geldpolitische Signale senden könnten.
DAX
Quelle: TradingView
Powell spricht von „herausfordernder Situation“ – Anleger tappen in puncto Zinssenkungen im Dunkeln
Fed-Chef Jerome Powell sprach am Dienstagabend insgesamt von einer „herausfordernden Situation“ auf der im Vorfeld mit Spannung erwarteten Rede in Providence im Bundesstaat Rhode Island. Zudem verwies er auf „ziemlich hohe Bewertungen“ an den Finanzmärkten. „Die kurzfristigen Inflationsrisiken sind nach oben und die Beschäftigungsrisiken nach unten gerichtet.“ Dies würde seiner Ansicht nach zu einem Dilemma aus Sicht der Notenbank führen, welche stabile Preise als auch Vollbeschäftigung fördern solle, hieß es.
„Es gibt keinen risikolosen Weg“. Powells Meinung nach müsse man beide Mandaten beachten und somit einen Kompromiss finden.
In der Handelswoche zuvor hatte die US-Notenbank Federal Reserve erstmals seit rund neun Monaten an den Zinsschrauben nach unten gedreht und das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte auf eine Spanne in Höhe von 4,00 bis 4,25 Prozent korrigiert.
ifo-Geschäftsklimaindex enttäuscht – Konjunkturerholung nicht in Sichtweite
Zur Wochenmitte sorgten neue Daten zum ifo-Geschäftsklimaindex für Aufsehen. Hierzulande scheint eine Konjunkturerholung nicht in Sichtweite. Im September sackte besagter Index um 1,2 Punkte auf 87,7 Zähler ab, wie das in München ansässige Institut mitteilte. Monatlich werden rund 9.000 Unternehmen befragt.
Auftragseingänge für langlebige Güter und US-BIP besser als gedacht
Der Donnerstag stand indes ganz im Zeichen wichtiger Konjunkturdaten hierzulande und vor allem jenseits des Atlantiks.
Das GfK-Verbrauchervertrauen brachte insgesamt für den Monat Oktober -22,3 Punkte hervor und damit so viel wie erwartet, nach -23,5 Punkten im Monat zuvor.
Die Auftragseingänge für langlebige Güter fielen mit 2,9 Prozent (gegenüber dem Vormonat) deutlich besser aus als erwartet (-0,5 Prozent), nach -2,7 Prozent im Vergleichszeitraum.
Auch das annualisierte US-Bruttoinlandsprodukt konnte die Erwartungen (3,0 Prozent) übertreffen. Von April bis Juni hat das BIP auf das Jahr hochgerechnet um 3,8 Prozent zulegen können.
Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben im Blick – Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) rundet Handelswoche ab
Um 14:30 Uhr warten folgerichtig noch neue Daten zu der Kernrate der persönlichen Konsumausgaben (Preisindex) auf Marktteilnehmer.
Das Verbrauchervertrauen aus dem Hause Uni Michigan könnte um 16:00 Uhr wichtige Impulse senden.
Geldpolitische Impulse könnte es zudem auch noch etwa mit Thomas Barkin von der Richmond-Fed und Vize-Chefin Michelle Bowmann geben (19:00 Uhr).
Dow Jones Industrial Average Index

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